Von Norbert Ramme, 05.01.09, 13:35h
Der Kölner Architekt und ehemalige Bauer im Dreigestirn, Hanspeter Kottmair, hat im Auftrag des Mainzer Investors „Trend Capital“ das Musical-Theater geplant, dessen äußere Form an ein Schiff erinnert. „Ein verschleiertes, leicht transparentes Schiff, das den Passagier auf eine Reise mitnimmt“, sagt Kottmair und verspricht ein „durch seine dynamische Fassade von allen Seiten interessantes auffallendes Objekt.“ Die Kosten für die Spielstätte liegen Schätzungen zufolge bei rund zwölf Millionen Euro.
Nicht so sehr zufrieden waren die Bezirkspolitiker mit den angebotenen Lösungen der Verkehrsprobleme rund ums Musical. „Vor allem die Frage der Parkflächen ist nicht ausreichend gelöst“, sagte Schade und kritisierte, dass der Investor nur rund 160 Stellplätze nachweisen brauche, obwohl das Theater über 1800 Sitzplätze verfügen werde. Damit sich die Investition rechnen, müssen immerhin bis zu 500 000 Besucher jährlich nach Kalk kommen.
Die scheinbar geringe Vorgabe für Stellplätze rechtfertigte Eberhard Claus vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik mit den vorhandenen Parkhäusern in der direkten Umgebung: „Am Polizeipräsidium und in den Parkhäusern der Köln-Arcaden sind ausreichend Parkplätze vorhanden, die in den Abendstunden durchaus mitgenutzt werden könnten.“ Zudem sei der Standort am Walter-Pauli-Ring, so Claus, recht gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen. Claus: „Die S-Bahnhaltestelle Trimbornstraße und die U-Bahn-Haltestelle Kalk-Post sind nur wenige Meter entfernt.“ Außerdem gehe man bei der Verwaltung davon aus, dass viele Musicalbesucher mit Reisebussen nach Kalk kommen werden.
Doch diese Aussagen reichten den Bezirksvertretern nicht aus. Krems bezeichnete die Anfahrts- und Parkmöglichkeiten dieser Busse „als sehr kritisch“ und Schade regte an, dass die Musical-Investoren nicht nur mit den Betreibern der Köln-Arcaden, sondern auch mit den Verantwortlichen der Lanxess-Arena sowie den der schon bald auf dem CFK-Areal entstehenden Filiale der „Bauhaus“-Kette Kontakt aufnehmen solle, um hinsichtlich der Stellplätze zu kooperieren.
Einen weiteren S-Bahn-Haltepunkt im Bereich des früheren CFK-Areals, wie ihn die Bezirksvertreter auf Höhe der Rangierstation „Deutzer Feld“ erneut forderten, hielt der städtische Verkehrsexperte für wenig wahrscheinlich. Claus: „Da liegt die Haltestelle Trimbornstraße wesentlich näher am neuen Theaterbau. Und für die Bahn stellen die Musicalbesucher derzeit noch kein ausreichend großes Fahrgastpotenzial dar.“ Claus kündigte jedoch an, dass bei der Verwaltung ein Verkehrsgutachten erstellt werde, das Auswirkungen der Theaterbesuche auf den Verkehr auf Walter-Pauli-Ring und Straße des 17. Juni untersucht. Es soll in Kürze vorliegen, denn die Baugenehmigung will man noch im Frühjahr erteilen, damit sich ab kommenden Dezember - die Premiere ist für den Nikolaustag geplant - der Vorhang für „Herr der Ringe“ heben kann.
AUCH OHNE FRODO GEIL- DANN HALT EIN ANDERES MUSICAL
20.02.2009 | 19.38 Uhr | Arnold Schustermann
Kalk kann auch ein anderes Musical nehmen - Hauptsache Kultur in Kalk-Boomtown!
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