Schriftgröße

Verschneiter zoo

Keine Rutschbahn für die Elefanten

Von Philipp Sümmermann, 08.01.09, 22:09h, aktualisiert 09.01.09, 10:52h

Viele Zoo-Tiere bleiben vorsichtshalber im Warmen; natürlich auch der frisch geschlüpfte Königspython-Nachwuchs. Der Großteil der Zootiere kann frei entscheiden, ob er sich nach draußen begibt oder lieber im Warmen bleibt.

Leopard
Bild vergrößern
Wie wird aus dem Leoparden ein Schneeleopard? Einfach abwarten bis Januar 2009. (Bild: Neumann)
Leopard
Bild verkleinern
Wie wird aus dem Leoparden ein Schneeleopard? Einfach abwarten bis Januar 2009. (Bild: Neumann)
Köln - An einem der wärmsten Orte Kölns, im Terrarium des Zoos, wachsen die kleinen Königspythons auf. Es ist das erste Mal, dass dort die Riesenschlangen nachgezüchtet wurden. Denn nicht jedes Schlangenpaar harmoniert. Erst wenn sich die Richtigen gefunden haben, klappt es mit dem Nachwuchs. „Insofern sind Königspythons auch nur Menschen“, scherzt Direktor Theo Pagel. Die Kleinen haben es warm, mit dem Schnee bekommen sie nichts zu tun.

Ratlos stehen hingegen Réne (20), Ina (18) und Susane (18) vor dem Pavianhügel. Mit ihrem Biologie-Leistungskurs sind die Schüler hier, Evolution wird als Thema gerade besprochen. Nur ist der Hügel leer, keiner der Mantelpaviane lässt sich blicken. Einzig der Geruch zeugt davon, dass der Hügel sonst bewohnt ist.

Bei den eisigen Temperaturen ist es nicht nur den Besuchern kalt. „Die Erdmännchen haben sich beispielsweise in ihren Bau verkrochen, die sieht man kaum noch“, erläutert Pagel. Der Großteil der Zootiere kann wie die Erdmännchen frei entschieden, ob er sich nach draußen begibt oder im Warmen bleibt. So sitzt der Löwe im Schnee, beobachtet die Besucher. Nach einer Weile verzieht auch er sich.

Flamingos bleiben drinnen

Dass man die Flamingos kaum noch draußen bewundern kann, ist hingegen die Entscheidung ihrer Pfleger. Pagel: „Die Tiere haben die Eigenart, im Wasser zu übernachten. Bei den Temperaturen haben wir die Sorge, dass sie dann einfrieren.“ Auslauf erhalten sie daher wie jeden Winter nur noch stundenweise.

Bertold Stenebach ist das nichts Neues. Zwei- bis dreimal die Woche kommt der 71-Jährige in den Zoo, die Tiere kennt er alle. „Hier ist es immer schön, egal ob Sommer oder Winter“, meint er gut gelaunt. Seine sieben Monate alte Enkelin schiebt er im Kinderwagen vor sich. Dick eingepackt in Schal und Mütze glüht ihr Gesicht in der Kälte. Ihre blauen Augen strahlen. Auch bei den Elefanten waren die beiden schon.

Am ersten Schneetag konnten die Dickhäuter noch in der weißen Pracht spielen. Mit ihrem Gewicht drückten sie den Schnee aber so zusammen, dass eine Eisplatte entstand. Seitdem müssen sie im Elefantenhaus bleiben. Die Giraffen sind ebenfalls drinnen, sie sollen sich kein Bein brechen.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Anzeige


Umfrage

Mehr autofreie Zonen für Köln?
Der Platz vor der Eigelsteintorburg ist schon autofrei, nun soll der Chlodwigplatz folgen. Auch für den Neumarkt schlägt der Masterplan vor, eine Seite für den Verkehr zu sperren. Ist das sinnvoll?


Special


Anzeige




Modisch aufgefallen


Junge Zeiten


Bildergalerien


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Neue ksta.tv-Videos aus Köln




Offene Schulen


Top-Links (Anzeige)



Weitere Serien


ksta shop


Aktuelle Verkehrsinfos


Service


Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Aktion


Aktion



Hintergrund


Stadtmenschen Community


Extra


Dienste