Erstellt 12.01.09, 23:06h
Wie fährt man auf steinigen Bergstraßen unglaubliche 18 Kilometer mit einem fest klemmenden Rückwärtsgang? „Matthias hat durch die offene Flügeltür nach hinten geschaut, eine Heckscheibe hat der Buggy ja nicht“, berichtete Schünemann, für den die eigene Herausforderung darin bestand, die Anweisungen seines Roadbooks umzurechnen. Schünemann: „Beim Rückwärtsfahren muss man in Gedanken rechts und links tauschen, um in die richtige Richtung zu fahren.“ In einigen Kurven nutzten jedoch auch die Steuerkünste des sechsmaligen deutschen Champions Kahle nichts. Navigator Schünemann musste aussteigen, um den 2,20 Meter breiten Buggy um die Ecken zu lotsen.
Rund 50 Kilometer vor dem Ziel geschah etwas, was Schünemann als „plötzliche Wunderheilung“ empfand. Das Getriebe gab gleich alle sechs Vorwärtsgänge frei. Die beiden Helden konnten nach dieser Geisterfahrt der besonderen Art einen kleinen Schlussspurt hinlegen und belegten mit gut zwei Stunden Zeitverlust den 86. Rang in der Etappenwertung. In der inoffiziell eingeführten Rückwärts-Wertung konnte es nur einen Sieger geben.
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