Von Rainer Nonnenmann, 14.01.09, 19:42h
„M“? Wie Musik, Medien, Magie, Maier, Müller oder Mäandrieren? Tatsächlich soll sich die neue „reiheM“ wie ein Klangfluss von Ort zu Ort durch die Stadt winden. Denn die beteiligten Künstler suchen sich jeweils den Raum, der für ihr Projekt am besten geeignet ist, seien es etablierte oder neue Spielstätten.
Alle Projekte bewegen sich in Sparten übergreifenden Grenzbereichen. Alles ist hier im Fluss zwischen neuer komponierter Instrumentalmusik, Alter Musik, Elektronik, Electronica, Klanginstallationen, experimentellem Underground, neuen Medien, Computer, Video, Licht, Tanz und Szene.
Mit der neuen Konzertreihe reagiert der Kölner Musikreferent Hermann-Christoph Müller auf die musikalisch-künstlerische Wirklichkeit der Stadt, wo seit längerem zahlreiche Künstler bevorzugt in intermedialen Zwischenregionen arbeiten. Bereits seit den frühen 1960er Jahren entwickelte sich die Kunst- und Musikmetropole zur Hochburg der Elektronik-, Happening- und Fluxus-Szene, wo sich noch heute verschiedenste Szenen, Stile und Sparten wechselseitig durchdringen und beeinflussen.
Stilistische Vielfalt
Statt Einzelvorhaben jeweils gesondert zu fördern, sollen jetzt jährlich zehn multimediale Projekte Kölner und auswärtiger Künstler unter dem gemeinsamen Logo „reiheM“ zusammengefasst und zentral in der Öffentlichkeit beworben werden. Die stilistische Vielfalt und Offenheit der Reihe kann dabei helfen, verschiedene Publikumskreise zusammenzuführen. Veranstaltet werden die Konzerte von den jeweils federführenden Künstlern oder Initiativen gemeinsam mit dem Kölner Kulturamt, dem eine Arbeitsgruppe aus Kölner Fachleuten beratend zur Seite steht.
Finanziert wird die Reihe wie bisher das „Experimentierfeld Neue Musik“, das jetzt wegen zunehmender Konturlosigkeit eingestellt wird, durch das Kulturamt der Stadt und das Land NRW mit jährlich 50 000 Euro. Auftakt der „reiheM“ ist am 16. Januar in der Alten Feuerwache mit einem von Kölner Künstlern in Echtzeit generierten und permanent sich verändernden „mehrdimensionalen Klang- und Film-Environment“ unter dem Titel „Variations on »Variations«“ in Anlehnung an Partituren von John Cage. Am 29. Januar folgt im Praxis Projektatelier Staab auf dem Eigelstein (vormals Galerie Rachel Haferkamp) ein Auftritt des in New York beheimateten Pioniers der Clicks & Cuts-Ästhetik Yasunao Tone.
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