Erstellt 12.01.09, 13:35h, aktualisiert 13.01.09, 10:16h
Die rund zehn Zentimeter dicke Schneedecke war richtig gut zum Rodeln. Die Skibedingungen seien dagegen weniger gut, sagte Liftbetreiber Rudolf Hermanns aus Monschau-Rohren. Er müsse ständig blanke Stellen zuschaufeln. Nur der kleine Übungshang sei in Betrieb.
Optimale Pistenbedingungen im Sauerland
Die Skigebiete im Sauerland hatten weiterhin Grund zum Jubeln. "Es war und ist rappelvoll", sagte Heijo Krevet vom Sahnehang unterhalb des Kahlen Astens bei Winterberg. Auf der mit fast einem Meter Kunst-und Naturschnee präparierten Piste herrschten wie in den anderen beschneiten Skigebieten optimale Bedingungen.
So einig sich die nordrhein-westfälischen Mittelgebirge am Wochenende waren, so unterschiedlich fiel die vorläufige Saisonbilanz aus. Strahlende Gesichter im Sauerland - enttäuschte Mienen in der Eifel. In den Hochlagen des Sauerlandes sorgt der strenge Winter für klingelnde Kassen. Selbst Lifte in den mittleren Lagen, die in den vergangenen Jahren mangels Schnee häufig eingemottet blieben, waren in Betrieb.
Magere Schneeausbeute in der Eifel
Dagegen degradierte der Winter die Eifel zum Stiefkind. Die Wintersportzentren in der Nordeifel haben so wenig von der weißen Pracht abbekommen, dass die Decke schon vor einigen Tagen nicht mehr für den Skibetrieb auf allen Pisten reichte.
Rund um die Sauerländer Wintersport-Hochburg Winterberg ist seit Weihnachten kurzfristig kaum ein Bett zu bekommen. "Solche Winter könnten wir häufiger gebrauchen", sagte Brigitte Gamm von der Touristik-Information in Hallenberg. Winterberg war seit Wochen so gut wie ausgebucht.
Solche Engpässe hatten die Verkehrsämter in der Eifel nicht. In Monschau waren die Quartiere zwar recht gut belegt - auch von Wanderern - aber ein Zimmer ist immer noch zu bekommen, teilte die Monschau-Touristik mit. Liftbetreiber Rudolf Hermanns merkte von dem regen Zulauf nicht viel: "Der Petrus hat uns vergessen", sagte er. Magere zwölf Zentimeter Pulverschnee lagen nach den landesweit starken Schneefällen auf der Piste. Die Lifte in Hellenthal und Monschau liefen rund zehn Tage, Langlauf war nicht möglich.
Täglich 1000 Anfragen
Bei der Winterberger Touristinfo habe es mit täglich 1000 Anfragen doppel so viele wie sonst gegeben, sagte Kurdirektor Beckmann. Insbesondere Gastwirte und der Einzelhandel hätten deutliche Mehrumsätze gemacht. Im Gegensatz zum Vorjahr gebe es in diesem Winter kaum Stornierungen langfristig gebuchter Quartiere. Und das sonst übliche Januarloch nach Ferienende gebe es nicht. Die Liftbetreiber in den Hochlagen konnten ihre Anlagen zum Teil schon 50 Tage nutzen.
Für die Eifeler gab es bis zum Traumwochenende nur einen starken Besucher-Tag. Die Schneeverhältnisse waren bescheiden. Schneekanonen lohnen sich nicht, meinte der Leiter des Verkehrsamtes Hellenthal, Winfried Kaiser. Das Skigebiet liege zu niedrig und die Durchschnittstemperaturen damit zu hoch. "Da fehlen uns die 100 bis 200 Meter vom Sauerland."
(dpa)
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