Von Ulrike Süsser, 21.01.09, 19:03h, aktualisiert 02.02.09, 07:57h
Zugleich aber deutete Dieter Neef von der Aktionsgemeinschaft an, dass sich inzwischen offenbar eine neue brisante Erkenntnis über freie Kapazitäten im Hafen Niehl ergeben habe. „Es wird der Nachweis geführt werden, dass die Politik von der HGK angelogen worden ist“, meinte er zu den Zuhörern. Die meisten der anwesenden Hafengegner vornehmlich aus dem Kölner Süden gingen davon aus, dass die Erweiterung in letzter Sekunde doch noch verhindert werden könne.
Dieter Maretzky von der Bürgervereinigung Rodenkirchen, der sich bereits seit 1986 gegen eine Hafenerweiterung ausspricht, befand in dem Zusammenhang, dass die Politiker überlegen sollten, ihre Beschlüsse zu revidieren. Paul Kröfges, der Landesvorsitzende des BUND, wies auf die erhebliche ökologische Dimension der Zerstörung der Aue hin und kündigte an, die Naturschützer würden „alles tun, um den unwirtschaftlichen und verheerenden Eingriff“ zu verhindern. Falls die örtliche Politik nicht von selbst zur Vernunft komme, müsse sie sich von Brüssel belehren lassen, meinte er mit Blick auf die laufende EU-Beschwerde. Am 18. Februar sind der BUND und die Aktionsgemeinschaft zu einer Anhörung bei der Europäischen Kommission in Brüssel eingeladen. Der BUND hatte dort Beschwerde gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes eingereicht. Die EU-Kommission habe inzwischen schon mehrere Erläuterungen angefragt. Für die Ausbaugegner sei das ein gutes Zeichen, dass sich die Kommission mit der Sürther Aue intensiv beschäftige.
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