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Hafenerweiterung

Ausbaugegner hoffen nun auf Brüssel

Von Ulrike Süsser, 21.01.09, 19:03h, aktualisiert 02.02.09, 07:57h

SÜRTH - In der kommenden Woche wird wohl die Rodung in der Sürther Aue fortgesetzt. Auch kurz vor der drohenden Rodung des Naturschutzgebietes glauben zumindest die hartnäckigen Hafengegner, den Ausbau noch verhindern zu können.

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Am Rand des Naturschutzgebietes in der Sürther Aue versammelten sich Hafengegner. Dieter Neef informierte mit der Flüstertüte über den aktuellen Stand der Diskussionen. (Bild: Süsser)
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Am Rand des Naturschutzgebietes in der Sürther Aue versammelten sich Hafengegner. Dieter Neef informierte mit der Flüstertüte über den aktuellen Stand der Diskussionen. (Bild: Süsser)
In der Sürther Aue hatten sich etwa 100 Bürger versammelt, um gemeinsam den „womöglich letzten Glühwein am Rand des Naturschutzgebietes“ zu trinken, wie es hieß. Die Ausbaugegner gehen davon aus, dass ab dem 27. Januar das Naturschutzgebiet gerodet und für die Hafenerweiterung vorbereitet werden wird. „Die HGK wird in ihrer Ignoranz darüber hinweg sehen, dass der Ausbau des Godorfer Hafens nicht wirklich notwendig ist“, meinte Helmut Feld von der Aktionsgemeinschaft Contra Hafenausbau.

Zugleich aber deutete Dieter Neef von der Aktionsgemeinschaft an, dass sich inzwischen offenbar eine neue brisante Erkenntnis über freie Kapazitäten im Hafen Niehl ergeben habe. „Es wird der Nachweis geführt werden, dass die Politik von der HGK angelogen worden ist“, meinte er zu den Zuhörern. Die meisten der anwesenden Hafengegner vornehmlich aus dem Kölner Süden gingen davon aus, dass die Erweiterung in letzter Sekunde doch noch verhindert werden könne.

Dieter Maretzky von der Bürgervereinigung Rodenkirchen, der sich bereits seit 1986 gegen eine Hafenerweiterung ausspricht, befand in dem Zusammenhang, dass die Politiker überlegen sollten, ihre Beschlüsse zu revidieren. Paul Kröfges, der Landesvorsitzende des BUND, wies auf die erhebliche ökologische Dimension der Zerstörung der Aue hin und kündigte an, die Naturschützer würden „alles tun, um den unwirtschaftlichen und verheerenden Eingriff“ zu verhindern. Falls die örtliche Politik nicht von selbst zur Vernunft komme, müsse sie sich von Brüssel belehren lassen, meinte er mit Blick auf die laufende EU-Beschwerde. Am 18. Februar sind der BUND und die Aktionsgemeinschaft zu einer Anhörung bei der Europäischen Kommission in Brüssel eingeladen. Der BUND hatte dort Beschwerde gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes eingereicht. Die EU-Kommission habe inzwischen schon mehrere Erläuterungen angefragt. Für die Ausbaugegner sei das ein gutes Zeichen, dass sich die Kommission mit der Sürther Aue intensiv beschäftige.



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