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Giraffen-Baby

„Mtoto“ entwickelt sich prächtig

Von Anja Katzmarzik, 22.01.09, 13:50h, aktualisiert 22.01.09, 14:58h

Der längste Hals der Welt hat auch nur sieben Wirbel: Wie tief die neugeborene Netzgiraffe im Kölner Zoo gefallen ist und warum der kleine Bulle Mtoto und nicht Poldi heißt.

Netzgiraffe
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Nachwuchs im Kölner Zoo: Die Netzgiraffe "Mtoto" erblickte am 10. Januar 2009 das Licht der Welt! (Bild: Hennes)
Netzgiraffe
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Nachwuchs im Kölner Zoo: Die Netzgiraffe "Mtoto" erblickte am 10. Januar 2009 das Licht der Welt! (Bild: Hennes)
Riehl - Aller guten Dinge sind zehn. Zumindest bei der Fortpflanzung der Netzgiraffen im Kölner Zoo. Am 10. August des vergangenen Jahres wurde Kiara geboren. Zuvor, am 10. Januar desselben Jahres, ihr großer Bruder Kibo. Und es war wieder der 10., als in diesem Monat des neuen Jahres nun der kleine Mtoto ankam.

Wobei klein bei Giraffen ja relativ ist. Giraffen haben zwar - ebenso wie Mäuse und Menschen - auch nur sieben Halswirbel, wohingegen manche Vögel bis zu 25 davon haben. Doch dafür wurden bei Mtoto schon bei seiner Geburt 1,70 Meter in der Länge gezählt sowie 50 Kilogramm Gewicht. Und er wurde nicht zur Welt gebracht, sondern fiel auf sie: Mit seinen langen Beinen zuerst plumpste er rund zwei Meter tief in ein Bett aus Stroh, weil seine Mutter Nyiri stolze vier Meter misst und Giraffen im Stehen gebären.

Das beobachte am Morgen des dritten Zehner-Geburtstages zufällig eine Jahreskarten-Inhaberin und „Dauerbesucherin“ des Zoos. Mtotos Beine waren schon zu sehen, als sie vorbildlich die Pfleger informierte statt zuzusehen und zu stören. Die sperrten sofort das Giraffenhaus, damit sich die Kuh nicht bedrängt fühlt. Vier Stunden später hatten es Mutter und „Kind“ geschafft, wie der afrikanische Name des Riesen-Babys übersetzt heißt.

Das ist wohltuend in einer Zeit, in der viele nach Poldi rufen oder wehrlose Wesen nach ihm benennen. - „Obwohl“, schränkt Zoo-Direktor Theo Pagel ein, der eine Poldi-Namensgebung in seinem Tiergarten nicht völlig ausschließen will. „Wir erwarten ja dieses Jahr noch was Großes. . .“

Ein weiteres Elefantenbaby nämlich, mit dem die dreizehnjährige Aye Chan May derzeit schwanger geht, und das für den Monat August „ausgerechnet“ ist. „Zur Sommernacht im Zoo“, wie Pagel nur halbernst meint. Ob das Neugeborene dann wirklich wie ein Fußballer heißen sollte? Ist dann nicht Spielpause in der Bundesliga?

Mtoto ist auf jeden Fall der Prinz in Pagels Park - pausenlos. Er ist zwar zehn Zentimeter kleiner als neugeborene Netzgiraffen-Bullen üblicherweise, aber „dafür sehr lebhaft“, worüber sich Tierpfleger Peter Zwanzger freut. Er galoppiert bereits neugierig durch das Haus, so weit es die Enge zulässt. Sobald die Außentemperaturen zehn Grad Celsius erreicht haben, die Sonne etwas scheint und kein zu heftiger Wind weht, darf er das erste Mal raus. Und darf selbst stürmen.



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