Von Marianne Kierspel, 26.01.09, 11:57h
Mehr dazu kann man im Programmblatt lesen: Im Iran dürfen Sängerinnen nicht öffentlich auftreten, ihre Lage hat sich seit der islamischen Revolution 1979 noch verschärft. Die Gruppe „Maryam Akhondy & Banu“ (persisch für „vornehme Dame“) besteht aus Exil-Iranerinnen. Maryam Akhondy zum Beispiel hat im Iran Theater und traditionellen persischen Gesang studiert. Sie kam 1986 mit ihrer Familie nach Deutschland. Hier macht sie einerseits mit klassischer Musik ihrer Heimat bekannt, andererseits tritt sie mit der Schäl Sick Brass Band auf. „Kölle alaaf!“ geht ihr flott von den Lippen. Und mit dem Frauenchor erkundet sie die sonst verborgenen Frauenlieder aus dem Vielvölkerstaat Iran, auch aus Kurdistan und aus der Türkei.
In den Liedern geht es um Liebe, Sehnsucht, auch mal um einen Mutter-Tochter-Disput. Das Lied „Mitgift“ beschreibt einen fröhlichen Zug zum Haus des Bräutigams. „Und beim Wäschewaschen rappen die Frauen manchmal, zum Trommeln drehen sie einfach die Schüsseln um“, erzählt Akhondy mit Humor. Die eingefügten Kinderlieder zeigen Spaß an Wortspielen - wie überall auf der Welt.
Übrigens haben die Babykonzerte der Reihe Philharmonie-Veedel - an denen auch Säuglinge schon Spaß haben können, vor allem aber natürlich ihre Eltern - einen Preis im bundesweiten Standortwettbewerb „Deutschland - Land der Ideen“ bekommen. Im Mai geht das nächste Babykonzert auf Tour, ins Bürgerzentrum Chorweiler, in die Comedia, ins Rheingymnasium Mülheim und am 20. Mai um 15 Uhr ins Bürgerzentrum Engelshof.
www.buergerzentrumengelshof.de
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