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Eishockey

Fluchtversuche bei den Haien

Von Christiane Mitatselis, 28.01.09, 19:25h, aktualisiert 29.01.09, 12:34h

Lustlos, erfolglos, hoffnungslos - so spielen die Kölner Haie in der laufenden Saison. Aber es kommt noch schlimmer: Etliche Spieler haben um sofortige Freigabe aus ihren Verträgen gebeten, da sie noch in anderen Ligen anheuern wollen.

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Erfolg- und lustlos: Die Kölner Haie der Saison 2008/09. (Bild: Dahmen)
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Erfolg- und lustlos: Die Kölner Haie der Saison 2008/09. (Bild: Dahmen)
KÖLN - In dieser Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hat sich ein Gesetz etabliert: Immer, wenn man denkt, die Haie könnten nicht noch tiefer sinken, schaffen sie es doch. Beim 1:2 gegen Nürnberg am Dienstagabend, der sechsten Niederlage im neuen Jahr, zeigte die Kölner Mannschaft bereits Auflösungserscheinungen. „Das war Hobbysport, das hatte mit Profi-Eishockey nichts zu tun“, sagt KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin, Das gebeutelte Kölner Publikum, am Dienstagabend kamen nur 7109 Besucher in die Lanxess-Arena, wird die lustlose Mannschaft in dieser Spielzeit nur noch zweimal zu sehen bekommen; und zwar heute Abend im Spiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg (19.30 Uhr) und am 1. März (14.30 Uhr) gegen die Adler Mannheim. Dazwischen liegen fünf Auswärtsspiele.

Viele Spieler des Tabellen-Vorletzten haben mit dem Kapitel Köln bereits abgeschlossen und wollen nur noch weg. Manager Rodion Pauels berichtet, dass etliche Profis um sofortige Freigabe aus ihren Verträgen gebeten haben, da sie bei Klubs ausländischer Ligen noch für die Playoffs anheuern wollen. Die Wechselfrist endet am 31. Januar, Pauels gab keinen Akteur frei.

Die meisten ausländischen Profis werden den KEC nach der Saison ohnehin verlassen, da ihre Verträge auslaufen. Pauels schließt aber nicht aus, dass auch noch laufende Verträge besonders enttäuschender Spieler aufgelöst werden. „Alles steht auf dem Prüfstand“, so Pauels.

Ob Trainer Rupert Meister wie angekündigt weitermachen darf, ist auch nicht mehr sicher. Offenbar denken die Haie jetzt doch über die Verpflichtung eines DEL-erfahrenen Trainers nach. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ ist der KEC an Rich Chernomaz (45) interessiert, der den Klub 2002 zur letzten Meisterschaft führte. Allerdings steht die „Axt von Manitoba“ noch bis 2010 bei den Frankfurt Lions unter Vertrag. Eine Rückholaktion würde teuer, ebenso wie die erneute Verpflichtung von Stürmer Ivan Ciernik. Aber solcher Mut in der Personalpolitik könnte ein Signal an Sponsoren und Investoren sein, dass beim KEC trotz aller Sparzwänge groß gedacht wird.



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