Von Simon Müller, 29.01.09, 15:01h, aktualisiert 29.01.09, 20:58h
Beim Design der Klamotten bedienen sich die Hersteller bei Symbolen und Begriffen, die im Nationalsozialimus verwendet wurden. Das Logo von „Thor Steinar“, eine Rune, wurde wegen Ähnlichkeit zu nationalsozialistischen Symbolen gerichtlich verboten. Die Firma reagierte, indem sie das Logo leicht bearbeitete. Weiss: „Die Symbole werden so verändert und chiffriert, dass sie nicht eindeutig erkennbar sind.“ Zumindest für Außenstehende. Fast alle Träger würden die Bedeutung genau kennen und diese ganz bewusst mit ihrem Äußeren vermitteln wollen. In den entsprechenden Kreisen würden die Botschaften schließlich auch codiert verstanden. „Ein rechts angehauchter 16-Jähriger aus dem Kölner Umland erkennt dann im Stadion ganz leicht seine Gesinnungsgenossen und kann sich ihnen anschließen.“
Mit der Frage nach der Situation im Rheinenergie-Stadion begann die Diskussion. „Bei uns im Stadion sind mir solche rechten Kleidungsstücke noch nicht im großen Stil aufgefallen“, sagte Udo Litjens, Sicherheitsbeauftrager beim FC. Felix Schorre vom Fanclub „Wilde Horde“ und Holger Richter vom Dachverband der aktiven Fanclubs bestätigten, dass unter Kölner Fans Rechtsextreme nur vereinzelt zu finden seien. Andere Eindrücke hingegen hat eine Zuhörerin, selbst regelmäßig im Stadion: „Vor allem in der Nordkuve gibt es eine ganze Gruppe von Rechten“. Dass das Wort „Jude“ als Beschimpfung verwendet werde, falle ihm auf der Tribüne häufig auf, sagte ein anderer.
Unterschiedliche Ansichten auch bei der Frage, ob ein Verbot von „Thor Steinar“-Kleidung sinnvoll wäre. „Wenn man eine Firma verbietet, kommt sofort die nächste auf den Markt. Irgendwann haben wir dann eine seitenlange Stadionordnung, die niemandem mehr hilft“, sagte Rainer Mendel, FC-Fanbeauftragter. Vereine wie Borussia Dortmund, Hertha BSC Berlin oder Dynamo Dresden verbieten „Thor Steinar“ in ihren Stadien. Dort gebe es aber auch ein viel größeres Problem mit rechtsextremen Stadionbesuchern, sagt Michael Weiss. Aber auch in Köln hielte er ein Verbot für ein wichtiges Signal. „Das wäre die ganz klare Ansage: Wir wollen sowas bei uns nicht.“
Juden/Israel
29.01.2009 | 19.53 Uhr | Kölnerin2
Gerade Israel - und damit die Juden, sind doch in den letzten Wochen genug beschimpft worden. Ich verurteile das - und es ist mir übrigens egal, ob…
FC-Fans
29.01.2009 | 19.50 Uhr | Kölnerin2
Beim American Football sind mir bisher noch keine rechtsextremen Tendenzen aufgefallen, auch nicht, als Köln noch eine NFLE-Mannschaft hatte. -…
Wer andere als "Jude" beleidigen will..
29.01.2009 | 16.28 Uhr | Morgenstern
ist selber ein "Stück Scheiße"!
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