Von Ulrike Süsser, 30.01.09, 09:11h, aktualisiert 02.02.09, 07:56h
Vor einer Woche hatten der BUND, die Aktionsgemeinschaft „Contra Hafenausbau“ und weitere Initiativen mit Unterstützung der Grünen eine Mahnwache am Rand des Naturschutzgebietes eingerichtet, um die drohende Rodung „mit legalen Mitteln“ zu behindern, wie es hieß. Als Donnerstag in Frühe der Lastwagen anrollte, wurde die Telefonkette aktiviert. Nach kurzer Zeit blockierten spontan mehrere Privatfahrzeuge den Transporter. Es sollte jedoch nichts getan werden gegen ausdrückliche Anweisungen der Polizei, hatten die Beteiligten beschlossen. Der Einsatzleiter von der Polizeiinspektion Südwest, Ulrich Maus, verhielt sich abwartend. Falls die HGK auf die Weiterfahrt des Lastwagens bestanden hätte, wäre es zu einer Räumung gekommen. Die Hafengesellschaft ist nämlich formal im Recht: Der Ausbau des Hafens ist beschlossen und die HGK kann ihre Baustelle einrichten.
Der Bagger wurde vorläufig im bisherigen Hafengebiet abgestellt. Die Ausbaugegner rechnen jedoch damit, dass spätestens am Montag die Rodung beginnt. Dann werde es vor allem für die Tiere brisant, die im Naturschutzgebiet leben, fürchten Tierschützer: „Sie werden ihr Nest nicht wiederfinden“. Im angrenzenden Ausgleichsgebiet wächst noch kein Gebüsch.
Die Verhandlungen für die Hafengegner führte in erster Linie der Grünenpolitiker Manfred Giesen. Solidarität mit der Aktion erklärten CDU-Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner sowie Karl-Heinz Daniel (FDP), die vor Ort waren. Inzwischen erwies sich, dass die Mahnwache ihr Zelt auf Privatgelände aufgebaut hat. Die Camp-Genehmigung gilt somit nur bis Sonntag. Dann wollen die Ausbaugegner einen neuen Standort suchen.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Foto auf Leinwand günstig vom Testsieger
Werbeagentur Verzeichnis Köln Bonn
Werbeagentur / Internetagentur, Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt