Von Claudia Hauser, 31.01.09, 14:30h, aktualisiert 31.01.09, 14:32h
Realistisches Ziel
24 Studenten von sechs Hochschulen aus Deutschland, den Niederlanden und Kanada haben anlässlich des Architektur-Forums „plan 08“ ein 25 Quadratmeter großes Modell gebaut, das zeigt, wie sich das ursprüngliche Konzept eines Rings vollenden ließe. Getragen wird die Idee auch von dem Vorhaben der Stadt, sich für die Bundesgartenschau 2023 zu bewerben. „Bundesgartenschauen müssen grün sein“, sagt Baudezernent Bernd Streitberger bei der Präsentation des Modells in der Magistrale des Stadthauses Deutz. „Bis 2020 soll der Großmarkt geräumt sein - das Ziel, den Gürtel bis 2023 zu vollenden, ist also realistisch.“
Im Beisein von Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen erklären Architekt Thomas Knüvener von der RWTH Aachen und Landschaftsarchitekt Johannes Böttger von der Leibniz Universität Hannover ihre fünf Thesen für das Kölner Grün. „Der Grüngürtel könnte so bedeutend werden wie der Dom“, sagt Knüvener. Dazu müssten zunächst alle Lücken geschlossen werden. Die beiden Architekten setzen auf „Bigness“. „Die einzelnen Parks, die den Gürtel ausmachen, sollen nicht nur Verbindungen sein, sondern jeder für sich eine gewisse Größe haben“, sagt Knüvener.
In Park und Stadt zugleichAls Fortsetzung der Konzeption Schumachers könnten offene Flächen auch für kleinere Sportplätze genutzt werden, außerdem soll eine unmittelbare Nähe beliebter Wohnviertel zum Grünen gewährleistet bleiben. „Durch die urbane Fassade kann man mitten in der Stadt sein und trotzdem im Park“, sagt Böttger. Als letzten Punkt wünscht er sich den „Bahnring als Partner“. Den markanten, durchgängigen Eisenbahnring erkannten auch die Studenten als Potenzial. Entlang dieses Rings könnten neue Wege entstehen, Brückenbauwerke und das Gleisdreieck am Volksgarten könnten Teil eines Parks werden. „Damit der Grüngürtel auch von außerhalb erreichbar wird, sollte eine neue S-Bahn-Haltestelle »Bonner Straße« entstehen“, meint Knüvener.
Das sind große Pläne für ein großes Ziel und Joachim Bauer weiß, dass die Konkurrenz der Bewerber für die Bundesgartenschau 2023 groß ist.
Das Modell ist bis Freitag, 13. Februar, im Stadthaus Deutz ausgestellt. Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8-16 Uhr, Mi bis 18 Uhr.
Endlich ein gute neue (alte) Idee
01.02.2009 | 11.10 Uhr | bluelinestudio
Die Verlängerung des Grüngürtels, in die Südstadt, bis zum Rhein ist endlich mal ein positive Nachricht.
Es gab schon viele Grüchte was mit dem…
Nicht grün, sondern Asphalt!
31.01.2009 | 15.40 Uhr | thom
Tja - ein schöner Plan, den Grüngürtel durchzubauen. Das ist aber nicht der wahre Grund für die Freihaltung der Trasse.
Jenseits der…
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