Von Bettina Jochheim, 02.02.09, 09:48h
Mehr als drei Jahrzehnte war das Tor im Freizeitpark Symbol und Begleiter deutscher Geschichte. In unmittelbarer Nähe der damaligen Bundeshauptstadt Bonn durchschritten nicht nur viele Gäste von nah und fern die Säulen des Tores, auch politische Prominenz gab sich an diesem offenen Tor die Ehre.
Gebaut wurde es zehn Jahre nach dem Mauerbau in Berlin und der damit einhergehenden Schließung des Tors. Mit Unterstützung des Denkmalamtes der geteilten Stadt Berlin wurde es im Maßstab eins zu zwei errichtet.
Fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sei es nun an der Zeit, das Tor im Phantasialand zu verabschieden. Der Abschied sei schmerzlich - „für uns wie auch für vielen unserer treuen Gäste - wir haben uns diesen Schritt lange überlegt“. Es gebe jedoch keine Alternative, „denn bis die geplante Erweiterung möglich ist, müssen für die regelmäßig notwendigen Erneuerungen des Park bestehende Attraktionen ausgetauscht werden.
Zu Beginn des vergangenen Jahres war bereits der Märchenwald abgebrochen worden, Sinnbild des Phantasialands in seinen Anfängen. Welcher Attraktion das Brandenburger Tor weichen muss, teilte das Phantasialand am Sonntag nicht mit. Wann genau das imposante Gebäude abgebrochen wird, konnte am Sonntag niemand sagen, die ersten Arbeiten beginnen jedoch schon in der kommenden Woche.
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