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Für Bedürftige

Bedburger Tafel öffnet

Von Markus Clemens, 23.01.09, 09:34h

Jeden Montagnachmittag werden am Finkenweg Lebensmittel verteilt. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter und Sponsoren unterstützen das soziale Projekt.

Bedburger Tafel
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Pater George weihte die neue Bedburger Tafel ein, die in den Räumen der Malteser untergekommen ist. Viele Bedburger freuen sich über das Angebot. (Bild: Clemens)
Bedburger Tafel
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Pater George weihte die neue Bedburger Tafel ein, die in den Räumen der Malteser untergekommen ist. Viele Bedburger freuen sich über das Angebot. (Bild: Clemens)
Bedburg - Am kommenden Montag, 15 bis 17 Uhr, wird die "Bedburger Tafel" in den Räumen des Malteser Hilfsdienstes (MHD) am Finkenweg ihre Arbeit aufnehmen. Dann können sich Bedürftige - Obdachlose, Sozialhilfeempfänger, Flüchtlinge oder Menschen mit geringem Einkommen - immer in dieser Zeit gegen ein Entgelt von einem Euro mit Lebensmitteln versorgen. Die Tafel, die unter der Trägerschaft des "Sozialdienstes katholischer Männer und Frauen" arbeiten wird, wurde jetzt in einer Feierstunde vom Bedburger Pater George eingeweiht.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde ganz besonders den zahlreichen Ehrenamtlern des MHD gedankt, die eigens Räume ihrer Unterkunft für die Tafel hergerichtet haben. Insgesamt haben sie 221 Stunden gearbeitet, um die genau 67 Quadratmeter herzurichten. Die Idee, auch in Bedburg eine Tafel einzurichten, kam gleich aus mehreren Ecken. Neben Bürgermeister Gunnar Koerdt und dem MHD gaben der ehemalige Kreisdechant Gerhard Dane sowie seine Mitstreiter Heinz Köllen und Konrad Rüdelstein den Anstoß.

"Viele Menschen werden froh über dieses Angebot sein", erklärte Koerdt. Und auch Mitinitiator Köllen glaubt, dass zahlreiche "Kunden" das neue Angebot annehmen werden. "Auch in Bedburg gibt es Armut." Ganz bemerkenswert ist die Zahl der Ehrenamtler, die sich in der Tafel engagieren wollen. "Bislang", so Köllen, "machen bereits 77 Personen mit."

Ohne Sponsoren allerdings wären die Räume nicht entstanden. So war es das Unternehmen RWE Rhein-Ruhr, das 2000 Euro aus seinem Projekt "Aktiv vor Ort" gespendet hat. Die Stadt sorgt unterdessen dafür, dass das Geld aus der "Paul-und Louise-Silverberg-Stiftung" und der "Rheinbraun-Sonderrücklage" künftig der Tafel zugute kommen wird. Bislang ging dieses Geld an Seniorenheimbewohner und an Bedürftige. Die finanziellen Mittel für die Bewohner der Altenheime, die künftig aus anderen Töpfen ihre Geld erhalten, geht nun an die "Bedburger Tafel". "Der finanzielle Grundstock ist damit gesichert", betonte der Bürgermeister.

In den vergangenen Monaten haben die Verantwortlichen dafür gesorgt, dass die Versorgung ihrer Tafel gesichert ist. Als Lebensmittelspender konnten zahlreiche Supermärkte, Landwirte aus dem ganzen Stadtgebiet, ein Obsthof und mehrere Bäckereien mit ins Boot geholt werden. Köllen, Koerdt und die Verantwortlichen der Malteser begrüßten es ausdrücklich, "dass hier so viele Menschen an einem Strang ziehen".

Beginnen will die Tafel mit einem Öffnungstag in der Woche. Sollte die Resonanz so groß sein, dass dies nicht reicht, soll an einem zweiten Tag geöffnet werden.



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