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US-Präsident

Obama geht auf Muslime zu

Erstellt 27.01.09, 08:17h, aktualisiert 27.01.09, 08:27h

Der neue US-Präsident geht auf die Muslime zu. Gleich im ersten Interview nach seiner Amtsübernahme hat sich Barack Obama an die islamische Welt gewandt und eine „neue Partnerschaft in gegenseitigem Respekt“ in Aussicht gestellt.

Barack Obama
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Barack Obama (Bild: afp)
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Barack Obama (Bild: afp)
WASHINGTON - In seinem ersten Interview nach seiner Amtsübernahme hat sich US-Präsident Barack Obama an die muslimische Welt gewandt und eine "neue Partnerschaft in gegenseitigem Respekt" in Aussicht gestellt. Er wolle kommunizieren, "dass die Amerikaner nicht Ihre Feinde sind", sagte Obama dem arabischsprachigen Sender Al-Arabija. Das Interview wurde am Montagabend (Ortszeit) kurz nach der Entsendung von Obamas Nahost-Beauftragten George Mitchell in die Nahost-Krisenregion aufgezeichnet und in Auszügen von US-Medien veröffentlicht. Mitchell wird unter anderem mit der israelischen und der palästinensischen Führung zusammentreffen.

Zum Nahost-Konflikt betonte Obama demnach, dass seine Regierung entschlossen auf einen dauerhaften Frieden sowohl zwischen Israel und den Palästinensern als auch zwischen Israel und dessen anderen Nachbarn hinarbeiten wolle. Er zeigte sich optimistisch, dass dieses Ziel erreicht werde, aber es werde Zeit brauchen und ein neues Denken hinsichtlich der Probleme des Nahen Ostens "als ein Ganzes" erfordern. Obama bekräftigte zugleich die amerikanische Unterstützung für Israel, nannte es einen "engen Freund" der USA und erklärte, er halte an der Überzeugung fest, dass Israels Sicherheit von höchster Wichtigkeit sei.

Zugleich betonte er aber der "Washington Post" zufolge, "wenn Amerika bereit ist eine neue Partnerschaft (mit der muslimischen Welt) zu initiieren, auf der Basis von gegenseitigem Respekt und gegenseitigem Interesse, dann, glaube ich, können wir bedeutenden Fortschritt erzielen." Wie in seiner Antrittsrede sagte Obama weiter, dass er die Hand allen Muslimen reichen wolle, die bereit seien, ihre geballten Fäuste zu öffnen, aber Terroristen verfolgen werde, die Zerstörung suchten.

Seine Aufgabe sei es zu kommunizieren, dass die USA ein Interesse am Wohlergehen der muslimischen Welt hätten, sagte Obama. "Wir machen manchmal Fehler. Wir sind nicht perfekt gewesen." Aber wenn man auf die Vergangenheit zurückblicke, auf den gegenseitigen Respekt und die Partnerschaft, die Amerika noch vor 30 oder 40 Jahren mit der muslimischen Welt gehabt habe, "gibt es keinen Grund, warum wir das nicht wiederherstellen können". (dpa)



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