Erstellt 27.06.09, 14:05h
Ähnlich argumentierte der SPD-Medienpolitiker Siegmund Ehrmann. Der Ansatz von Sarkozy sei gut, mehr für die seit Jahren vor allem bei jungen Leuten zurückgehende regelmäßige Zeitungslektüre zu tun, sagte der Vize-Vorsitzende des Kulturausschusses der dpa. Besser sei es aber, dies über die Nachfrage zu erreichen. "Ich sehe hier den Staat nicht in der Pflicht", sagte er. Ehrmann schlägt vor, dass die Verlage ähnlich wie in Flughäfen auch in den Schulen mehrere Zeitungsexemplare auslegen. Privatleute sollten dafür Patenschaften übernehmen.
Sarkozy hatte im Rahmen eines umfangreichen Hilfspakets für die Presse vorgeschlagen, dass die Zeitungsverlage jungen Menschen zu ihrer Volljährigkeit ein Jahresabonnement schenken. Der Staat wolle dann den Vertrieb unterstützen. Auch die von dem französischen Präsidenten anvisierte Befreiung der Verleger von der Gewerbesteuer stößt im Bundestag auf wenig Zuspruch. Für Otto ist es besser, wenn es keinen "Verdrängungswettbewerb" der öffentlich-rechtlichen Anstalten zulasten der Online-Angebote der Verlage gebe.
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