Schriftgröße

Investition

Neue Praxis für kranke Zoo-Tiere

Von Claudia Hauser, 03.02.09, 21:07h, aktualisiert 04.02.09, 09:18h

An der Boltensternstraße ist eine neue Praxis für Zootiere entstanden. Auch das Wirtschaftsgebäude nebenan wird umgebaut. Die Gesamtkosten, die der Zoo selbst trägt, belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro.

Neue Praxis
Bild vergrößern
Sie kümmern sich um kranke Zoo- Tiere: Die Ärzte Katja Teschner und Olaf Behlert mit Praxis- Foxterrier Dakar. (Bild: Rakoczy)
Neue Praxis
Bild verkleinern
Sie kümmern sich um kranke Zoo- Tiere: Die Ärzte Katja Teschner und Olaf Behlert mit Praxis- Foxterrier Dakar. (Bild: Rakoczy)
Köln - Der erste Patient war ein Alpaka, ein kleines Kamel, das aus den südamerikanischen Anden stammt. Die Tür der neuen Zootierpraxis ist extra breit - nicht nur ein Alpaka passt problemlos durch, sondern auch Bären oder Raubkatzen. „Aber beim Löwen ist Schluss“, sagt Zoodirektor Theo Pagel. Und so werden die Tierärzte Olaf Behlert und Katja Teschner auch weiterhin ihre Hausbesuche bei den Nilpferden und Elefanten machen.

Trotzdem ist die neue Praxis an der Boltensternstraße ein Gewinn für den Zoo und eine „Investition in die Zukunft“, wie Pagel sagt. „In den nächsten 20 Jahren müssen wir hier nichts mehr machen - wir haben unter anderem ein neues Röntgen- und ein Ultraschallgerät gekauft.“ Neben dem Behandlungs- und Operationsraum wurden außerdem ein Labor, ein Büro, ein Apothekenraum und ein Waffenraum eingerichtet, der mit einer „sehr sensiblen Alarmanlage“ gesichert ist. Hier lagern Luftdruckgewehre und hochdosierte Narkotika zur Ruhigstellung der Tiere. Die Zootierpraxis ist der erste Teil eines größeren Bauvorhabens.

Im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Zoos, in dem bis vor kurzem auch die Praxis untergebracht war, entstehen derzeit neue Umkleide- und Duschbereiche für die Pfleger - da immer mehr Frauen im Zoo arbeiten, werden getrennte Bereiche benötigt - und ein neuer Aufenthaltsraum.

In einem dritten Bauabschnitt werden ab Juni neue Büros, Gästezimmer und Lagerräume gebaut. Die Kosten von insgesamt 1,1 Millionen Euro trägt der Zoo selbst.

Tierarzt Behlert arbeitet seit 1987 im Kölner Zoo. „Das Spektrum der Krankheiten ist ähnlich wie bei Haustieren“, sagt er. „Wir arbeiten eng mit den Pflegern zusammen - wenn Haltung und Fütterung in Ordnung sind, werden die Tiere kaum krank.“ Durchfall, Schnupfen und offene Wunden gibt es trotzdem öfters. „Bei Rangeleien kann so etwas schnell passieren“, sagt der 57-Jährige. Wenn Behlert und seine 31-jährige Kollegin ihre tägliche Visite bei den Zootieren beendet haben, können sie ab dem Spätnachmittag an kleinen Exemplaren üben: Von 17 bis 19 Uhr ist die Praxis auch für Hunde, Katzen und Kanarienvögel geöffnet.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Anzeige


Umfrage

Mehr autofreie Zonen für Köln?
Der Platz vor der Eigelsteintorburg ist schon autofrei, nun soll der Chlodwigplatz folgen. Auch für den Neumarkt schlägt der Masterplan vor, eine Seite für den Verkehr zu sperren. Ist das sinnvoll?


Special


Anzeige




Modisch aufgefallen


Junge Zeiten


Bildergalerien


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Neue ksta.tv-Videos aus Köln




Offene Schulen


Top-Links (Anzeige)



Weitere Serien


ksta shop


Aktuelle Verkehrsinfos


Service


Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Aktion


Aktion



Hintergrund


Stadtmenschen Community


Extra


Dienste