Von Uwe Schäfer, 04.02.09, 15:50h
Der Rhein-Ruhr-Express soll bis 2020 in Dienst gestellt werden und die Achse Dortmund-Düsseldorf-Köln im Takt von 15 Minuten bedienen. Die Planung ist weitgehend abgeschlossen, bald beginnt der Streckenausbau. Eine Studie des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahr 2006 sah einen Halt in Mülheim zunächst als möglich vor, verwarf dies aber, um Fahrzeit auf der Verbindung zu sparen. Gestrichen wurden aus dem gleichen Grund auch die Haltepunkte Wattenscheid und Düsseldorf-Benrath. Das neue Konzept unterstützen auch jetzt das Verkehrsministerium in Düsseldorf sowie die Deutsche Bahn. „Es wäre zwar schön, wenn der RRX auch bei uns hielte, doch das wird wohl nicht mehr klappen“, ärgert sich SPD-Bezirksvertreter Karl-Heinz Frebel.
Nicht aufgeben wollen dagegen zwei Männer, die im Verkehrsausschuss des Rates sitzen. „Warum haben wir eigens den Stadtbahn-Anschluss am Mülheimer Bahnhof ausgebaut, wenn dann die Schnellverbindungen wegfallen“, fragt sich Horst Noack, der für die SPD als sachkundiger Bürger im Ausschuss sitzt. Nicht nur Mülheimer, sondern auch Fahrgäste aus Bergisch Gladbach oder aus dem linksrheinischen Köln würden auf dem Mülheimer Bahnhof in Fernzüge umsteigen. Noack schätzt den Kundenkreis des Einzugsgebiets auf 200 000 Fahrgäste.
Unterstützt wird er von CDU-Stadtrat Markus Hock: „Unser Stadtbezirksvorstand Mülheim hat auf meine Initiative hin beschlossen, sich für einen RRX-Halt in Mülheim einzusetzen.“ Auch der Arbeitskreis Verkehr seiner Partei stehe hinter seinem Vorhaben. Hock sitzt als Vertreter der Stadt im Vorstand des Nahverkehrsverbunds Rheinland (NVR). Die beiden Verkehrsexperten rechnen sich noch eine Chance aus, Mülheim doch noch ans S-Bahn-Netz anzubinden. „Noch haben wir nicht verloren.“ So könne der RRX abwechselnd in Leverkusen und in Mülheim halten.
Mirjam Grotjahn, Pressesprecherin des Landesministeriums für Bauen und Verkehr, sieht das ganz anders: „Wir halten uns an das Gutachten und das ist eindeutig: Mülheim wird nicht kommen.“ Es sei alles durchgerechnet und man habe sich sowohl im Bundesverkehrsministerium als auch in Düsseldorf für diese Variante entschieden. Wer das ändern wolle, müsse das in Berlin beantragen. Ähnlich äußert sich auch eine Sprecherin der Deutschen Bahn: „Die Planung wird vorangetrieben wie im Gutachten beschrieben. Änderungen sind nicht vorgesehen.“
Auf eine Möglichkeit, Mülheim doch noch einmal ins Spiel zu bringen, macht ein Bahn-Mitarbeiter aufmerksam, der seinen Namen nicht nennen will: „Der Nahverkehrsverbund könnte theoretisch einen Änderungsantrag beim Bund stellen.“ Für Noack und Hock eine eine Steilvorlage. „Es wird zwar schwer, weil wir Mülheimer Interessen bei Vertretern aus dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Bergischen Land oder aus Bergheim überzeugen müssen, aber wir werden es versuchen“, sagt Markus Hock.
Frechheit
12.02.2009 | 11.05 Uhr | Indie
Ich wohne im Rechts-Rheinischen und muss öfter mal nach Bochum pendeln. Ohne Führerschein bleibt mir nur die RE1. Für mich ist es schon umständlich…
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05.02.2009 | 09.56 Uhr | Georg John
Das gibt's doch nicht!
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