Von Anja Katzmarzik, 10.02.09, 21:54h, aktualisiert 10.02.09, 22:01h
Die Demonstrierenden sollen „mit ihrem äußeren Erscheinungsbild und beim Verhalten (...) Taktgefühl beweisen“ und Rücksicht nehmen auf andere Teilnehmer und Zuschauer am Straßenrand. Entsprechende Werte beinhaltet eine „Charta“, die der Kölner Lesben- und Schwulentag (Klust) einstimmig auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung beschlossen hat.
Demnach handelt es sich bei der CSD-Parade in Köln um eine politische Demonstration „für die gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen“.
Zum politischen Anspruch der verantwortlichen Dachorganisation gehört auch, „dass wir stolz unser Selbstbewusstsein als Minderheit, aber auch unser Lebensgefühl und unsere Liebe demonstrieren“.
Toleranz nicht überstrapazieren - Keine "Sittenpolizei"Die Toleranz, die die Teilnehmer für sich einfordern, soll jedoch „nicht durch maßlose Provokation überstrapaziert werden“. Zudem soll härter gegen - ohnehin strafbare Tatbestände - wie Entblößen oder sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit vorgegangen werden. Andere Teilnehmer und Zuschauer werden aufgefordert, derart provozierendes Verhalten nicht nur zu beobachten, sondern ihr Missfallen laut kund zu tun und die Polizei zu alarmieren. Derartige Störenfriede sowie jeder, der Jugend gefährdende Schriften verbreitet oder illegale Drogen einnimmt, sollen nicht nur - nach Möglichkeit - angezeigt werden, „sondern zudem öffentlich an den Pranger gestellt werden“, so Klust-Vorstand Markus Danuser. Dies könnte in Form einer Veröffentlichung des Namens oder eines Fotos des Übeltäters im Internet geschehen. Die beschlossene Charta markiert den vorläufigen Schlusspunkt eines zwei Jahre andauernden, schmerzvollen Konfliktes, während dessen in der Szene und öffentlich hart gerungen, diskutiert und bis unter die Gürtellinie geschlagen wurde. Aber Danuser ist sicher, dass dies für das Verhältnis zwischen Schwulen, Lesben und Heterosexuellen heilsam und überfällig war. Nun habe man eine gemeinsame Basis. Ob sich jeder daran hält, ist eine andere Frage.
Sabine Arnolds, neue Vorstandsfrau im fast komplett neu gewählten Klust-Vorstand: „Wir wollen nicht zur Sittenpolizei des Kölner CSD werden.“ Die Parade bleibe bunt, lustvoll und lebensfroh. „Aber jeder sollte ein Feingefühl dafür entwickeln, dass es im Kern dieser Demonstration um die Forderung nach gegenseitigem Respekt und Anerkennung geht.“
Auslöser für die seit zwei Jahren andauernde Diskussion war die Teilnahme des Bordells „Pascha“ bei der Parade 2007 gewesen, was vor allen Dingen Frauen als Übergriff empfanden, weil Frauen durch Prostitution erniedrigt würden.
Kommentar zur „CSD-Charta“: Demo oder Karneval?
anstand und respekt - 1
23.02.2009 | 11.58 Uhr | Caesar_II
*WUFF WUFF!!!*
wird ja wohl zeit, dass sich der hund selbst mal zu worte meldet ...
ja, ich bin der hund, der Caesar_II (ausgesprochen Cäsar…
anstand und respekt - 2
23.02.2009 | 11.58 Uhr | Caesar_II
auszug:
"Die Demonstrierenden sollen „mit ihrem äußeren Erscheinungsbild und beim Verhalten (...) Taktgefühl beweisen“ und Rücksicht nehmen auf…
anstand und respekt - 3
23.02.2009 | 11.58 Uhr | Caesar_II
wir haben letztes jahr zum ersten mal überhaupt von der schweiz kommend diese 600 kilometer unter die räder genommen, um eurem CSD beizuwohnen…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Foto auf Leinwand günstig vom Testsieger
Werbeagentur Verzeichnis Köln Bonn
Werbeagentur / Internetagentur, Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt