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Überblick über Inhaltsstoffe

Was steckt in der Hautcreme?

Von Kerstin Metze, 22.02.09, 18:18h

Urea, Glycerin, Lipide: Pflegecremes haben viele verschiedene Inhaltsstoffe. Nur selten kann man vom Namen auf die Wirkweise schließen. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Hautpflegezutaten.

Hautpflege Creme
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Gerade jetzt im Winter ist Hautpflege wichtig. (Bild: Jupiter)
Hautpflege Creme
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Gerade jetzt im Winter ist Hautpflege wichtig. (Bild: Jupiter)
Im Winter ist Hautpflege besonders wichtig. Eisige Kälte draußen und trockene Heizungsluft drinnen setzen der Haut zu, sie verliert Feuchtigkeit. Mitunter entstehen kleine Hautrisse, in die Keime eindringen können und die im schlimmsten Fall zu Ekzemen führen. „Mit der richtigen Pflege lässt sich das verhindern“, sagt die Hautärztin Gisela Hubbes vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen.

Bevor man das Haus verlässt, sollte die Haut eingecremt werden. Damit es nicht zu Erfrierungen kommt, wird dafür besser eine fett- statt einer feuchtigkeitshaltigen Creme verwendet. Häufiges Eincremen und ein hoher Verbrauch an Cremes und Lotionen sind Hinweise darauf, dass ein Pflegeprodukt zu leicht ist. Wer zwei bis drei Stunden nach dem Eincremen schon wieder Spannungsgefühle bemerkt, sollte unbedingt auf ein reichhaltigeres Erzeugnis umsteigen, empfiehlt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe. Ideal seien Produkte auf Basis pflanzlicher Öle, da sie besser in die Haut eindringen und sie mit essentiellen Fettsäuren versorgen.

Die Kosmetikindustrie verwirrt die Verbraucher mit mit einer Vielzahl von Produkten.

Aloe Vera

Bekannt sind etwa 300 verschiedene Aloe-Arten, einigen werden „heilende“ Eigenschaften zugesprochen. In diesem Zusammenhang ist die gute Wirkung der Aloe Barbensis Miller besonders hervorzuheben, die zur Herstellung von Kosmetika verwendet wird. Durch „Filetierung“ der einzelnen Pflanzenblätter gewinnt man das kostbare Gel. Darin stecken enorme „Heilkräfte“ wie Vitamine, Mineralstoffe, Saponine, Flavonoide und Acemannan. Das fettfreie Aloe-Vera-Gel gilt als hervorragender Feuchtigkeitsspender. Trockene Haut saugt das Gel wie ein Schwamm auf, die natürliche und geschmeidige Elastizität der Haut wird so wieder hergestellt. Ferner wirkt Aloe Vera hautberuhigend und entzündungshemmend.

Antioxidantien

Antioxidantien sind Substanzen, die in niedriger Konzentration den Organismus vor unerwünschter Oxidation (mit Sauerstoff verbinden) schützen. Antioxidantien gelten als Radikalfänger. Natürliche Antioxidantien sind unter anderem in Knoblauch, Ingwer, Kaffee, Tomaten und Zitrusfrüchten enthalten.

Arginine

Hierbei handelt es sich um eine vorwiegend basische Aminosäure. Sie spendet der Haut Feuchtigkeit und stabilisiert ihren Säureschutzmantel. Wird auch in Naturkosmetika verwendet.

Avocadoöl

Avocadoöl wird benutzt, um die Haut vor dem Austrocknen und Sprödewerden zu schützen. Aufgrund des Gehaltes an Phytosterinen lässt sich Avocadoöl gut auf der Haut verteilen und kann von ihr leicht aufgenommen werden.

Ceramide

Ceramide sind ein wesentlicher Baustoff im Fett der Hornschicht unserer Haut. Sie betten sich in der obersten Hornschicht ein und wirken wie Wasserspeicher. Sie verleihen der Haut Widerstandskraft gegen schädigende Umwelteinflüsse, schützen vor dem Austrocknen und verhindern das Eindringen von Fremdstoffen. Die natürlichen Ceramide werden in Klassen unterteilt, die mit römischen Ziffern gekennzeichnet sind. Ceramide werden in Form kosmetischer Präparate bei trockener Haut und zur Haarpflege eingesetzt.

Collagen

Collagen ist einer der wichtigsten Bestandteile unseres Körpers. Collagen ist ein Eiweiß, dass unter anderem in Bindegewebe, Knochen und Zähnen enthalten ist und eine Haltefunktion hat. Ein natürlicher Verlust mit zunehmendem Alter bewirkt eine Erschlaffung des Gewebes. In der Kosmetik verwendet man Collagen in Form von Injektionen oder Cremes gegen Falten.

Dihydroxyaceton

Dihydroxyaceton (DHA) (auch Glyceron) kommt in einer Konzentration von zwei bis sechs Prozent als Inhaltsstoff in Selbstbräunern -Lotionen und -Sprays vor. Je mehr DHA im Selbstbräuner steckt, desto intensiver wird die Bräunung. Es reagiert mit den Eiweißen der obersten Hautschicht und gibt ihr eine leicht gebräunte Färbung. Durch die Zellerneuerung geht diese Bräunung allerdings binnen weniger Tage wieder weg.

Glycerin

Glycerin ist eine Form des Alkohols, der aus Fetten gewonnen wird. Es hält die Feuchtigkeit in der Haut und wirkt hautglättend und macht die Haut samtweich.

Hamamelis

Hamamelis ist auch als Zaubernuss bekannt. Die Hamamelisblätter enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide und wirken entzündungshemmend, antiseptisch und adstringierend (zusammenziehend). Hamamelis reduziert die Talgproduktion und verfeinert das Hautbild durch Verengung der Poren.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Baustoff, der in der menschlichen Haut vorkommt. Hyaluronsäure trägt zur Wasserspeicherung bei und dient als als Schmiermittel für Gelenke. Hyaluronsäurepräparate werden auch zur Faltenunterspritzung und zum Modellieren der Lippen eingesetzt. Hyaluronsäureprodukte können aus Bakterien gewonnen werden oder aus Hahnenkämmen hergestellt werden.

Jojobaöl

Jojobaöl enthält neben entzündungshemmenden Stoffen wichtige Vitamine und Mineralien. Es ist für alle Hauttypen geeignet und macht die Haut seidenweich. Jojobaöl hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 4. Jojobaöl ist durch seine Fettsäuren ein hervorragendes Pflegeöl, das die Haut schützt, glättet und geschmeidig macht und ihr Rückhaltevermögen für die Feuchtigkeit der Haut erhöht.

Lipide

Das Wort leitet sich aus dem Griechischen ab. Lipos bedeutet Fett. Lipide ist eine Sammelbezeichnung für Fette und fettähnliche Stoffe, die in Wasser unlöslich sind. Lipide nehmen im Organismus zahlreiche Aufgaben wahr, dienen unter anderem dem Schutz des Zellinneren und lassen einen Stoffaustausch zu. Lipide spielen aber auch als Energie- und Kohlenstoffspeicher, Isolatoren, Vitamine (A, D, E oder K), Signalstoffe und Hormone (Prostaglandin) oder Pigmente (Carotinoide) eine wichtige Rolle.

Liposome

Liposome ist eine winzige kugelförmige Anordnung von (Fett-)Molekülen. Sie werden von der Haut besonders gut aufgenommen und können Wirkstoffe auch in tiefere Hautschichten transportieren. Die internationale Namensbezeichnung für Liposome ist „Lecithin“.

Mandelöl

Mandelöl ist eines der kostbarsten Öle und gehört zu den klassischen Kosmetikölen, die schon im Altertum Verwendung fanden. Es beruhigt und pflegt die Haut sehr gut. Mandelöl ist bekannt für seine Milde und gibt in Cremes eingearbeitet ein schönes, weiches Hautgefühl. Es wirkt als leichter natürlicher UV-Filter.

Panthenol

Panthenol, das auch Dexpanthenol genannt wird, wird in der Haut in Pantothensäure umgewandelt. In vielen Hautpflegeprodukten sorgt dieses „Schönheitsvitamin“ für mehr Feuchtigkeit, da es tief in die Hautschicht eindringt und an dieser Stelle Wasser bindet.

Q 10

Das Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die bei der Energieversorgung des Körpers und beim Zellschutz eine Rolle spielt. Das Coenzym Q10 wirkt als Antioxidans und kann freie Radikale neutralisieren.

Retinol

Retinol, Vitamin A, entsteht im Körper aus dem Beta-Carotin. Es hat eine wichtige Funktion bei der Stabilisierung von Zellmembranen. In Kosmetikprodukten wird Retinol gegen trockene Haut und Falten eingesetzt.

Urea

Urea wird auch Harnstoff genannt - nicht zu verwechseln mit Harnsäure. Urea kommt natürlich im Körper vor. Es bindet die Feuchtigkeit in der Haut, verhindert ein Austrocknen, wirkt antibakteriell und lindert Juckreiz. Es macht die Haut weich und geschmeidig. Der Urea-Wirkstoff aktiviert die Zellen und hat dadurch auch einen Anti-Aging-Effekt. In hoher Konzentration wird Harnstoff vor allem in Fuß- und Handcremes eingesetzt.



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