Von Beatrix Lampe, 20.02.09, 18:56h, aktualisiert 22.02.09, 22:06h
Nach Weiß' Erfahrungen kommen seit der Verbreitung von „Alkopops“ immer mehr Jugendliche mit stationär behandlungspflichtigen Alkoholvergiftungen in die Kliniken. Dabei handele es sich meist um Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren, Mädchen wie Jungen, die „offenbar hochprozentige, gut schmeckende Alkoholika in der Menge und möglichen Gefährdung nicht einschätzen können“. Zwar seien laut Bundesregierung seit der Einführung der Alkopop-Sondersteuer die Verkaufszahlen für diese Fertigmixturen zurückgegangen, doch würden Jugendliche seit der Versteuerung oft mit Vergiftungen durch Wodka-Mischgetränke eingeliefert. Im vorigen Jahr waren es zu Weiberfastnacht sogar sieben Mädchen und vier Jungen unter 16 Jahren, die mit Alkoholpegeln bis zu 2,2 Promille stationär in der Klinik Amsterdamer Straße behandelt werden mussten.
Der Kinderarzt spricht von einer auffälligen Zunahme der Mädchen unter den Patienten. Das könne daran liegen, dass Jungen auf Parties oft Bier tränken - mit der Folge, dass sie „früher den eintretenden Alkoholisierungseffekt mit Übelkeit“ spürten; als Folge stiegen die Promillewerte nicht ungebremst weiter. Mädchen, denen Bier nicht schmecke und die lieber Süßes tränken, spürten den hohen Wodkagehalt ihres Mischgetränkes lange nicht und erlitten Alkoholvergiftungen bis zur Bewusstlosigkeit. Besonders gefährdet seien Mädchen ohne vorherige Erfahrung mit Alkohol.
Trotz der Aufklärungsmaßnahmen von Bundesregierung, Krankenkassen, Schulen und Verbänden sei es für Jugendliche verführerisch leicht, auch harte Alkoholika zu bekommen, hat Weiß aus Gesprächen mit den jungen Patienten erfahren. Betrüblicherweise spielten dabei manchmal auch die Eltern eine begünstigende Rolle, indem sie die Heranwachsenden zum Trinken ermunterten und die darauf folgenden Exzesse unterschätzten. Weiß legt Wert darauf, dass die Toleranzschwelle höher gelegt wird. Kinder- und Jugendärzte sollten offen mit den Jugendlichen und mit Eltern über regelmäßigen oder exzessiven Alkoholkonsum sprechen. Bei der Aufklärung auf Elternabenden schon in der Grundschule könnten Ärzte Hilfe anbieten - mit medizinischen Erklärungen und mit durchaus abschreckenden Beispielen.
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Dort wurde erst jeden Tag über die Gewalt am Wochenende in der Düsseldorfer Altstadt berichtet. Zuerst hiess es, es sind betrunkene Jugendliche die…
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22.02.2009 | 15.03 Uhr | Gutverdiener
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21.02.2009 | 18.32 Uhr | doppelverdiener
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