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Apokalyptisches Szenario

Mutanten erobern Raketenbasis

Von F.A. Heinen, 20.02.09, 16:57h, aktualisiert 27.03.09, 18:43h

Die Apokalypse wird in der Eifel gedreht. Ab Aschermittwoch stellt dort eine junge Filmcrew ein Szenario nach, das an Dramatik kaum mehr zu überbieten ist.

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Spannende und gleichermaßen ungewöhnliche Drehorte hat sich die Film-Crew für den Endzeit-Thriller „Extinction“ ausgewählt. Gedreht wird nicht nur auf Burg Reifferscheid und der ehemaligen Atomraketenbasis bei Mülheim, sondern auch im Inneren der Oleftalsperre. Dort stellten die Akteure gestern ihr Projekt vor. (Bild: Heinen)
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Spannende und gleichermaßen ungewöhnliche Drehorte hat sich die Film-Crew für den Endzeit-Thriller „Extinction“ ausgewählt. Gedreht wird nicht nur auf Burg Reifferscheid und der ehemaligen Atomraketenbasis bei Mülheim, sondern auch im Inneren der Oleftalsperre. Dort stellten die Akteure gestern ihr Projekt vor. (Bild: Heinen)
Kreis Euskirchen/Hellenthal - Gedreht wird an ungewöhnlichen Orten wie auf der ehemaligen Nike-Atomraketenbasis bei Blankenheim-Mülheim oder auch an der Reifferscheider Burg und im Inneren der Hellenthaler Oleftalsperre. Dort stellte das Team gestern der Presse sein Konzept und den Film vor.

Inzwischen haben die Menschen in der Region ja hinreichend Erfahrungen mit Dreharbeiten, seit die Eifel von Medienmachern als Kulisse und Drehort entdeckt wurde. Nicht selten sind es allerdings auch unangenehme Erfahrungen mit angeblichen Stars und Sternchen, die sich für den Nabel der Welt halten. Herzerfrischend anders und völlig unaufgeregt kam gestern das junge Team daher, das den 90-Minuten-Streifen „Extinction. The GMO-Chronicles“ bis März an verschiedenen Orten drehen will. Vielleicht macht es den Charme der Crew aus, dass ihre Gesichter noch nicht so im Allerwelts-TV präsent sind.

Produzenten sind Rob Montgomery von Magix-Film (München) und Niki Drozdowski. Montgomery ist mit einigen Streifen bereits in Erscheinung getreten, der TV-Doku-Reihe „Swiss Live“ beispielsweise oder dem TV-Spielfilm „Das Phantom“. Hauptdarsteller ist Daniel Buder, den man im vergangenen Jahr bei „Klinik am Alex“ im TV sehen konnte, oder auch im Film „Crash Kids“. Auf ihn geht wohl die Idee zurück, für den jetzt geplanten Streifen die Eifel als Kulisse zu wählen. Buder hatte eine Freundin in der Gemeinde Blankenheim. Eines Tages kam er bei der Rückfahrt nach Köln an der verlassenen Atomraketenbasis vorbei und fand, das sei eine tolle „Location“ für einen apokalyptischen Film. Buder schwärmte gestern bei der Erinnerung an das, was dann weiter geschah: „Wir haben angeklopft und gesagt, dass wir einen Film machen möchten. Die Eifeler haben sofort gefragt, wie sie helfen könnten.“

So war es auch, als das Team in Hellenthal in die Staumauer der Oleftalsperre wollte. Nicht anders war es in Blankenheim, wo eine spektakuläre Szene vor dem Kreismuseum, verbunden mit der Explosion eines Autos, gedreht werden soll.

Profi-Hüpfer

Ziemlich heiße Stunts werden auch die Mitglieder der Berliner Extrem-Sportgruppe „Parkour One“ für den Film abliefern. Das sind Jungs, die beispielsweise durch Städte laufen, ohne den Erdboden dabei zu berühren, indem sie von Dach zu Dach hüpfen oder auf anderen abenteuerlichen Wegen ans Ziel gelangen. Als das Filmteam mit einem Vertreter von „Parkour One“ vor dem doppelten Nato-Drahtzaun an der Raketenbasis stand, winkte der Bursche ab: „Das ist unsere kleinste Übung.“ Den Zaun, mit dem einst Atomsprengköpfe geschützt wurden, überwinden die Profi-Hüpfer spielend.

Weitere Darsteller sind Luise Bähr (Traumschiff, Herzen im Wind, Der Rote Baron) und der US-Amerikaner Jerry Coyle, der 25 Jahre Hollywood-Erfahrung mitbringt. Andere Rollen übernehmen Bina Milas, Lee Rychter, Tobias Kay und Christian Stock.

Die Geschichte erzählt von dem, was nach der Mutation eines Retrovirus, das eigentlich als Werkzeug der industriellen Gentechnik verwendet werden sollte, passiert. Das Virus gerät außer Kontrolle und verbreitet sich rasant. Es führt dazu, dass sich alle Arten von Lebewesen wahllos miteinander kreuzen: Pflanze und Tier, Tier und Mensch. Bald sind 90 Prozent der Menschheit gestorben, fast alle anderen infiziert. Nur ein kleines Grüppchen rettet sich in eine alte Militärbasis. An der Stelle beginnt die eigentliche Filmhandlung. Die Fluchtburg in der Raketenbasis wird nach einiger Zeit von mutierten Angreifern erobert, und die Menschen müssen erneut die Flucht ergreifen. Das ist der Beginn eines Road Movies, das dann durch verschiedene Stationen der Eifel führt. Für den 90-minütigen Film suchen die beiden Produktionsfirmen „Cinema Ergosum“ und „Magix Film“ noch 30 Statisten jeden Alters. Info unter 01 71 / 9 23 45 66 oder 01 51 / 11 10 97 43.



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