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Wechsel

RWE holt Schmitz in den Vorstand

Von Friedemann Siering, 24.02.09, 22:52h, aktualisiert 24.02.09, 22:57h

Der Rhein-Energie-Manager Rolf Martin Schmitz wird Deutschland-Chef beim Essener Konzern. Spätestens Anfang Juli wechselt der 51-Jährige zu RWE.

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Rolf Martin Schmitz
Köln - Zwei Energiemanager, die bis vor kurzem noch unisono für eine stärkere Kooperation großer Stadtwerke plädierten und sich mal heftig, mal dezent gegen den einen oder den anderen der vier mächtigsten Strom- und Gaskonzerne im Land zu Wort meldeten, haben sich von Branchenriesen abwerben lassen: Zu Jahresbeginn trat Rudolf Schulten, zuvor Chef des regionalen Mannheimer Energieversorgers MVV, beim süddeutschen Stromkonzern EnBW das Amt des Finanzvorstandes an. Und nun muss auch die Kölner Rhein-Energie einen neuen Chef suchen. Denn Rolf Martin Schmitz (51), der vor zwei Jahren eine Beteiligung der Rhein-Energie an der MVV in Mannheim in die Wege geleitet hatte, wird spätestens Anfang Juli Deutschland-Chef bei

RWE. Der Aufsichtsrat des Essener Konzerns segnete am Dienstag die Personalie ab.

Schmitz hatte sich als Vorstandsvorsitzender der Rhein-Energie für einen engeren Verbund großer Stadtwerke eingesetzt, um im Wettbewerb besser bestehen zu können. Er wurde im vergangenen Jahr zum Präsidenten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gewählt. Damit bekamen die Stadtwerke in der Lobby-Organisation mehr Gewicht. Schmitz war es auch, der sich gegen die Bestellung eines von den Branchengrößen Eon und RWE favorisierten BDEW-Hauptgeschäftsführers sperrte. Solche Scharmützel hinderten RWE-Chef Jürgen Großmann nicht daran, den eloquenten, taktisch versierten und fachkundigen Mann aus Köln an seine Seite zu holen. Schon wird in Branchenkreisen gemunkelt, der promovierte Ingenieur könnte dereinst Nachfolger Großmanns (56) werden.

Schmitz werde im Vorstand für das deutsche Erzeugungs-, Netz- und Vertriebsgeschäft verantwortlich zeichnen, kündigte Großmann an. Das Vertriebs- und Netzgeschäft werde grundlegend neu ausgerichtet und gestrafft. In Deutschland würden die bisherigen Regionalgesellschaften RWE Rhein Ruhr und RWE Westfalen Weser Ems zu einer Vertriebs- und einer Verteilnetzgesellschaft zusammengelegt. Im Gegenzug entfalle die Funktion der Zwischenholding RWE Energy. Trotz kartellrechtlicher Beschränkungen will RWE auch in Deutschland wachsen. Es sei in den vergangenen Monaten gelungen, „massiv Neukunden zu gewinnen“, so Großmann. Das operative Geschäft im Ausland soll künftig Ulrich Jobs (55) verantworten.



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