Von Friedemann Siering, 24.02.09, 22:52h, aktualisiert 24.02.09, 22:57h
RWE. Der Aufsichtsrat des Essener Konzerns segnete am Dienstag die Personalie ab.
Schmitz hatte sich als Vorstandsvorsitzender der Rhein-Energie für einen engeren Verbund großer Stadtwerke eingesetzt, um im Wettbewerb besser bestehen zu können. Er wurde im vergangenen Jahr zum Präsidenten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gewählt. Damit bekamen die Stadtwerke in der Lobby-Organisation mehr Gewicht. Schmitz war es auch, der sich gegen die Bestellung eines von den Branchengrößen Eon und RWE favorisierten BDEW-Hauptgeschäftsführers sperrte. Solche Scharmützel hinderten RWE-Chef Jürgen Großmann nicht daran, den eloquenten, taktisch versierten und fachkundigen Mann aus Köln an seine Seite zu holen. Schon wird in Branchenkreisen gemunkelt, der promovierte Ingenieur könnte dereinst Nachfolger Großmanns (56) werden.
Schmitz werde im Vorstand für das deutsche Erzeugungs-, Netz- und Vertriebsgeschäft verantwortlich zeichnen, kündigte Großmann an. Das Vertriebs- und Netzgeschäft werde grundlegend neu ausgerichtet und gestrafft. In Deutschland würden die bisherigen Regionalgesellschaften RWE Rhein Ruhr und RWE Westfalen Weser Ems zu einer Vertriebs- und einer Verteilnetzgesellschaft zusammengelegt. Im Gegenzug entfalle die Funktion der Zwischenholding RWE Energy. Trotz kartellrechtlicher Beschränkungen will RWE auch in Deutschland wachsen. Es sei in den vergangenen Monaten gelungen, „massiv Neukunden zu gewinnen“, so Großmann. Das operative Geschäft im Ausland soll künftig Ulrich Jobs (55) verantworten.
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