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Im „ Wintergarten“

Fischessen mit Lokalkolorit

Von Günter Hochgürtel, 25.02.09, 17:46h

Die Bubbelsbröder präsentierten im „Wintergarten“ gute Redner und flotte Tänzerinnen. Die Veranstaltung firmiert zwar offiziell unter „Fischessen“, entwickelte sich in den letzten Jahren aber immer mehr zu einer ausgewachsenen Karnevalssitzung mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit.

Die Schlümpfe
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Vader Abraham und die Schlümpfe: Der Elferrat der Bubbelsbröder sah in dieser Kostümierung zum Schießen aus. (Bild: Görgen)
Die Schlümpfe
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Vader Abraham und die Schlümpfe: Der Elferrat der Bubbelsbröder sah in dieser Kostümierung zum Schießen aus. (Bild: Görgen)
Fischessen
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Über die Probleme, die ein Begräbnis in Köln mit sich bringen kann, berichteten Britta Greven und Wilma Beier. (Bild: Görgen)
Fischessen
BAD MÜNSTEREIFEL-EICHERSCHEID - Am Veilchendienstag hängen die Jecken im Rheinland normalerweise schwer in den Seilen, weil sie vorher heftig gefeiert haben. Da kommt man eigentlich nur noch zum Fischessen zusammen, um mit einer guten Portion Melancholie Abschied zu nehmen von den tollen Tagen. Nicht so bei den Münstereifeler Bubbelsbrödern, bei denen am letzten Karnevalstag noch einmal richtig die Post abgeht. Die Veranstaltung firmiert zwar offiziell unter „Fischessen“, entwickelte sich in den letzten Jahren aber immer mehr zu einer ausgewachsenen Karnevalssitzung mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit.

Nolte wieder dabei

Der große Saal im Eicherscheider „Wintergarten“ war zwar nicht ganz ausverkauft, aber über 300 Gäste dürften es schon gewesen sein, die Sitzungspräsident Robert Nolte begrüßen konnte. Zwei Jahre musste Nolte aus privaten Gründen pausieren; umso erfreulicher fanden es seine Freunde von den „Bubbelsbrödern“, dass der eloquente Oberjeck wieder zu alter Form gefunden hat und wie gewohnt souverän präsidierte.

Weil man auch zu den Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet beste Beziehungen unterhält, durften sich deren Abordnungen auf der Bühne präsentieren. „Kurz und knackig“, hatte Nolte vorher verlangt, und die angetretenen Tollitäten hielten sich an diese Anweisung. Bürgermeister Alexander Büttner stammt ja eher aus einem Landstrich, in dem der Karneval keine so große Rolle spielt. Aber er hat sich in seiner mehr als vierjährigen Amtszeit rasch an die Gepflogenheiten in der Eifel gewöhnt. Und so trug Büttner im Schnelldurchmarsch ein lustiges Gedicht vor.

Voller Körpereinsatz

Das Programm, das die Bubbelsbröder zum Fischessen servierten, konnte mit ordentlichen Rednern aufwarten. Da war zunächst das „Hühldöppe“ (Werner Heck) aus dem belgischen Bütgenbach, mit seinen schier endlosen Satzgebilden. Britta Greven und Wilma Beier berichteten von einem turbulenten Begräbnis. Dann strapazierte die „Erdnuss“ (Stefan van den Eertwegh) die Lachmuskeln der Zuschauer. Er hatte zwar fast nur alte Witze zu bieten, brachte die Gags aber mit vollem Körpereinsatz über die Rampe. Als typischer Ossi kam „Edno Bommel“ (Olaf Bürger) den Münstereifelern - als Mischung zwischen Kurt Kröner und Herbert Knebel.

Bei den Tanzgruppen verdienten sich vor allem die Hochthürmer Funken aus Houverath mit ihrem „Tanz der Vampire“ Bestnoten: tolle Kostüme und eine schwungvolle Choreografie. Aus der Sitzung der katholischen Frauen hatten die Bubbelsbröder die „flotten Cops“ übernommen. Zum festen Inventar der Sitzung zählen mittlerweile die „Schwarzen Blitze“, die gekonnt über die Bühne wirbelten.

Für den musikalischen Schwung sorgte die Karnevalsband „Nullacht 15“, die mit ihren Liedern beim Publikum ebenso gut ankam wie „Harry & Chris“ aus dem Münstereifeler Höhengebiet, die in ihrer Show munter schottische Dudelsack-Klänge mit Hits von „Abba“ und „Deep Purple“ sowie rheinischen Melodien von „Höhnern“ und „Bläck Fööss“ verarbeiteten.

Der Elferrat der Bubbelsbröder, das ist schöne Tradition, legte sich zum Schluss noch mal richtig ins Zeug und begeisterte mit einer Revue aus wirklich abgefahrenen Kostümen und Evergreens.



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