Von Günter Hochgürtel, 25.02.09, 17:46h
Nolte wieder dabei
Der große Saal im Eicherscheider „Wintergarten“ war zwar nicht ganz ausverkauft, aber über 300 Gäste dürften es schon gewesen sein, die Sitzungspräsident Robert Nolte begrüßen konnte. Zwei Jahre musste Nolte aus privaten Gründen pausieren; umso erfreulicher fanden es seine Freunde von den „Bubbelsbrödern“, dass der eloquente Oberjeck wieder zu alter Form gefunden hat und wie gewohnt souverän präsidierte.
Weil man auch zu den Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet beste Beziehungen unterhält, durften sich deren Abordnungen auf der Bühne präsentieren. „Kurz und knackig“, hatte Nolte vorher verlangt, und die angetretenen Tollitäten hielten sich an diese Anweisung. Bürgermeister Alexander Büttner stammt ja eher aus einem Landstrich, in dem der Karneval keine so große Rolle spielt. Aber er hat sich in seiner mehr als vierjährigen Amtszeit rasch an die Gepflogenheiten in der Eifel gewöhnt. Und so trug Büttner im Schnelldurchmarsch ein lustiges Gedicht vor.
Voller Körpereinsatz
Das Programm, das die Bubbelsbröder zum Fischessen servierten, konnte mit ordentlichen Rednern aufwarten. Da war zunächst das „Hühldöppe“ (Werner Heck) aus dem belgischen Bütgenbach, mit seinen schier endlosen Satzgebilden. Britta Greven und Wilma Beier berichteten von einem turbulenten Begräbnis. Dann strapazierte die „Erdnuss“ (Stefan van den Eertwegh) die Lachmuskeln der Zuschauer. Er hatte zwar fast nur alte Witze zu bieten, brachte die Gags aber mit vollem Körpereinsatz über die Rampe. Als typischer Ossi kam „Edno Bommel“ (Olaf Bürger) den Münstereifelern - als Mischung zwischen Kurt Kröner und Herbert Knebel.
Bei den Tanzgruppen verdienten sich vor allem die Hochthürmer Funken aus Houverath mit ihrem „Tanz der Vampire“ Bestnoten: tolle Kostüme und eine schwungvolle Choreografie. Aus der Sitzung der katholischen Frauen hatten die Bubbelsbröder die „flotten Cops“ übernommen. Zum festen Inventar der Sitzung zählen mittlerweile die „Schwarzen Blitze“, die gekonnt über die Bühne wirbelten.
Für den musikalischen Schwung sorgte die Karnevalsband „Nullacht 15“, die mit ihren Liedern beim Publikum ebenso gut ankam wie „Harry & Chris“ aus dem Münstereifeler Höhengebiet, die in ihrer Show munter schottische Dudelsack-Klänge mit Hits von „Abba“ und „Deep Purple“ sowie rheinischen Melodien von „Höhnern“ und „Bläck Fööss“ verarbeiteten.
Der Elferrat der Bubbelsbröder, das ist schöne Tradition, legte sich zum Schluss noch mal richtig ins Zeug und begeisterte mit einer Revue aus wirklich abgefahrenen Kostümen und Evergreens.
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