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Schulentwicklung

Reaktion auf sinkende Zahlen

Von Bernhard Romanowski, 02.03.09, 16:23h

An der Oberen Kyll gibt es immer weniger Schüler. Zwei Gemeinden wollen deshalb eine gemeinsame Integrierte Gesamtschule als „Realschule plus“ errichten.

Jünkerath/Hillesheim - Die Schulstandorte Hillesheim und Jünkerath sollen zu einer gemeinsamen Integrierten Gesamtschule (IGS) zusammengeschlossen werden. Dafür haben sich die Ratsvertreter der beiden Verbandsgemeinden jüngst ausgesprochen. Man hofft nun auf die baldige Zustimmung der Mainzer Landesregierung.

Die IGS ist als so genannte „Realschule plus“ für alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Lernvoraussetzungen vorgesehen und soll als Ganztagsschule mit der Möglichkeit einer gymnasialen Oberstufe betrieben werden. Zu einem Info-Abend laden die Verbandsgemeinden Obere Kyll und Hillesheim alle interessierten Bürger für Donnerstag, 5. März, 19.30 Uhr, in das Atrium der Graf-Salentin-Schule nach Jünkerath (Schulstraße 20-22) ein. Fachleute werden dort über die künftige Schulentwicklung und die Schulform IGS informieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

In Rheinland-Pfalz setzt man in Zukunft auf ein zweigliedriges Schulsystem. Eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes wurde im Dezember vergangenen Jahres von der Landesregierung beschlossen. Die bisherigen Haupt- und Realschulen sowie die Regionalen Schulen werden abgeschafft und durch eine Realschule plus ersetzt. Als weitere Schularten bleiben das Gymnasium und die Integrierte Gesamtschule bestehen. In den Verbandsgemeinden Hillesheim und Obere Kyll will man die bestehenden Schulstandorte stärken und favorisiert daher die Lösung, die Schulen in Jünkerath und Hillesheim in Form einer IGS als Ganztagsschule mit der Möglichkeit einer gymnasialen Oberstufe zu betreiben. Damit entspricht man auch der Empfehlung des zuständigen Planungsbüros, das in seiner Schulentwicklungsplanung auf rückläufige Schülerzahlen verweist.

Von der IGS versprechen sich die Befürworter eine bessere Förderung der Stärken und individuellen Potenziale aller Kinder. In der Sekundarstufe I werden die Schüler von zwei Lehrkräften als feste Bezugspersonen begleitet. In der gymnasialen Oberstufe der IGS sollen die Aufgaben und das Prüfungsverfahren für das Abitur identisch mit denen des Gymnasiums sein.

Der Schulentwicklungsplan für den Vulkaneifelkreis wird Ende März im Kreistag zur Debatte stehen. Das letzte Wort hat dann die Landesregierung in Mainz.



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