Von Matthias Pesch, 02.03.09, 18:55h, aktualisiert 02.03.09, 21:01h
Auch Hartmut Minjoth vom ADAC sprach insgesamt von einem „prima Service für die Autofahrer“ - unter anderem weil die lästige Kleingeld-Suche entfalle, die Parkdauer im Drei-Minuten-Takt abgerechnet werde und der Gang zum Automaten entfalle. Er sieht allerdings auch Hindernisse: die einmalige Registrierung etwa, die Gebühren, die an die meisten Betreiber gezahlt werden müssen, oder die Angabe der Bankverbindung im Internet. Angesicht von Datenmissbrauchs-Skandalen „müssen die Betreiber um das Vertrauen der Autofahrer werben“, sagte Minjoth. Er begrüßte es, dass die Tarife von zumindest sieben der acht Betreiber auf einer Seite im Internet zusammengestellt seien, allerdings seien die Angaben nicht immer eindeutig. „Preisklarheit und Preiswahrheit sind entscheidend“, so der ADAC-Experte. Komfortabel wäre es seiner Meinung nach, wenn Autofahrer langfristig auch in privaten Parkanlagen per Handy zahlen könnten.
Die Überwachung des Handy-Parkens durch die Politessen ist laut Thomas Weil vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik „technisch stabil gelaufen“. Es habe allerdings auch Probleme gegeben: weil Autofahrer die Höchstparkdauer überschritten hatten oder die Handy-Parkplakette nicht mehr lesbar war. Es gab allerdings auch Autofahrer, die sich nachweislich auf einem Parkplatz registriert hatten und trotzdem ein Knöllchen bekamen.
Harzendorf betonte, dass das Kölner System, zusammen mit dem Verein Telematics Pro entwickelt, „keine Insellösung“ und inzwischen schon in zahlreichen weiteren Städten eingeführt sei. Zudem könne das System weiterentwickelt werden - etwa fürs Bewohnerparken oder Parkerlaubnisse für Handwerker.
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