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Afrikanische Flusslandschaft

Frisches Wasser für die Hippos

Von Clemens Schminke, 04.03.09, 20:08h

Für den Hippodom im Kölner Zoo wurde ein umweltschonenedes Energiekonzept entwickelt. Der Energieversorger Rheinenergie sponsert 1,5 Millionen für die Aufbereitungstechnik.

Hippodom
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Im Hippodom werden die Besucher die Flusspferde und Krokodile durch große Panoramascheiben unter Wasser beobachten können.
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Im Hippodom werden die Besucher die Flusspferde und Krokodile durch große Panoramascheiben unter Wasser beobachten können.
Köln - 4000 Badewannenfüllungen entspricht das Fassungsvermögen des Beckens im „Hippodom“, der afrikanischen Flusslandschaft, die seit ein paar Wochen im Kölner Zoo entsteht. Das sind 600 Kubikmeter Wasser, die sich anders als in der Natur nicht ständig von selbst erneuern. Die Aufgabe, den Beckeninhalt mit Methoden der Trinkwasseraufbereitung sauber zu halten, hat die Rheinenergie übernommen. Am Mittwoch erläuterten Zoodirektor Theo Pagel und Rheinenergie-Chef Rolf Martin Schmitz die Kooperation der beiden „Ur-Kölner Einrichtungen“, wie sie sagten.

Für die Aufbereitungstechnik stellt der Wasser- und Energieversorger 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Filteranlage zieht Schweb- und Schadstoffe aus dem Wasser, und mit Hilfe von Ozon werden Keime entfernt. Dank dieser Methode sinkt der Frischwasserbedarf so weit, dass der Inhalt des Beckens höchstens zehn Mal im Jahr erneuert werden muss. Die Rheinenergie erstellt überdies ein umweltschonendes Energiekonzept für den Hippodom, der mit Fernwärme aus dem Heizkraftwerk Niehl versorgt werden soll, emissionsfrei und brennstoffsparend.

Die Flusslandschaft sei ein „wichtiger Puzzlestein für einen modernen Kölner Zoo von morgen und übermorgen“, sagte Schmitz; und sie sei „absolut geeignet“ für das Engagement eines Unternehmens, das für das Element Wasser werben wolle. Pagel bezeichnete den Hippodom als „einmalige Anlage, die Sie weltweit nicht noch mal finden werden“. Die Fertigstellung im Mai oder Juni 2010, spätestens aber bis zum Jubiläumstag im Juli, werde das „schönste Geschenk“ zum 150. Geburtstag des drittältesten Tiergartens in Deutschland. Für den Bau des Großgeheges sind 12,5 Millionen Euro veranschlagt. In einer glasüberdachten Halle werden neben den Flusspferden, die aus dem alten Elefantenhaus ausziehen, und den Nilkrokodilen aus dem Aquarium verschiedene Fisch-, Reptilien- und Vogelarten beheimatet, etwa Bienenfresser, Barsche, Welse und Echsen. Die Besucher können die Flusspferde und Krokodile durch große Panoramascheiben unter Wasser beobachten. In der Außenanlage werden unter anderem Sitatunga-Antilopen und Stelzvögel zu sehen sein.

Schon im Herbst soll ein Energie- und Wassererlebnispfad“ eröffnet werden, den die Rheinenergie ebenfalls sponsert. An interaktiven Stationen und auf Informationstafeln wird den Besuchern Wissen vermittelt, etwa über Reinigungsprozesse des Wassers, die Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht und Wasserkraft.



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