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Bauarbeiter

Drama am letzten Arbeitstag

Von Matthias Pesch, 06.03.09, 21:32h

Ob die fünf Bauarbeiter, die kurz vor dem Unglück aus der Grube fliehen konnten, das Unglück ausgelöst haben können, ist derzeit noch unklar. Was genau in 28 Metern Tiefe die Mitarbeiter alarmiert hatte, ist noch unbekannt.

Stadtarchiv Köln
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Eine Baugrube der Kölner Nord-Süd-Bahn in der Severinsstraße. (Bild: dpa)
Stadtarchiv Köln
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Eine Baugrube der Kölner Nord-Süd-Bahn in der Severinsstraße. (Bild: dpa)
Innenstadt - Es war der letzte geplante Arbeitstag in der Baugrube vor dem Stadtarchiv. „Unser Einsatz war fast beendet“, sagt Christoph Lauber, Inhaber und Geschäftsführer der Baufirma Heinrich Lauber aus Dillenburg. Das Unternehmen aus dem Hessischen war beauftragt, in dem Gleiswechsel-Bauwerk den Erdaushub zu erledigen. Das war fast abgeschlossen, am nächsten Tag sollte die Bewehrung installiert, einige Tage später der Beton gegossen werden. Das Ende der Arbeiten war dann aber alles andere als geplant. „Fünf meiner Mitarbeiter waren unten. Sie merkten plötzlich, dass etwas nicht so war, wie es sein sollte“, sagte Lauber. Daraufhin hätten sie schnellstens die Baugrube verlassen und Passanten sowie die Mitarbeiter des Archivs vor dem drohenden Einsturz des Gebäudes gewarnt.

Was genau da unten in 28 Metern Tiefe seine Mitarbeiter alarmiert hatte, konnte Lauber nicht sagen. Die KVB hatte erklärt, die Arbeiter hätten Bodenbewegungen und eindringendes Wasser festgestellt. „Die Männer haben intuitiv richtig gehandelt“, sagt Lauber. Sie seien inzwischen von der Staatsanwaltschaft vernommen worden. „Ich habe ihnen eine Woche Sonderurlaub gegeben“, so der Firmenchef. „Die Ereignisse sitzen tief.“ Die Frage, ob die Mitarbeiter selbst die Katastrophe ausgelöst haben könnten, sei intensiv diskutiert worden. Lauber schließt dies allerdings aus. Die Männer seien mit einem kleinen Bagger und einem kleinen Laster vor Ort gewesen und hätten „nichts Unplanmäßiges gemacht“.



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