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Kommentar zu Bauprojekten

Weitere U-Bahn nicht zu vermitteln

Von Matthias Pesch, 12.03.09, 21:27h, aktualisiert 12.03.09, 23:26h

Zum jetzigen Zeitpunkt über den Bau einer neuen U-Bahn nachzudenken, wäre angesichts der tragischen Ereignisse im Severinsviertel zynisch. In den nächsten Jahren wird den Kölnern ein solches Vorhaben nicht zu vermitteln sein - und das zu Recht.

U-Bahn-Haltestelle am Heumarkt
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Die Arbeiten and der U-Bahn-Haltestelle am Heumarkt sind wieder aufgenommen worden. (Bild: Schwarz)
U-Bahn-Haltestelle am Heumarkt
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Die Arbeiten and der U-Bahn-Haltestelle am Heumarkt sind wieder aufgenommen worden. (Bild: Schwarz)
In der Ratssitzung am Mittwoch war die Äußerung von Baudezernent Bernd Streitberger eher ein Randaspekt: Die Stadt stoppt die Mittel für eine Planungsstudie zur Ost-West-U-Bahn. Doch in den nächsten Monaten und vielleicht Jahren wird genau dieses Thema im Mittelpunkt der Diskussion stehen: Welche großen Bauprojekte sind angesichts der Katastrophe in der Südstadt in Köln überhaupt noch möglich, verantwortbar, zumutbar?

Klar ist: Zum jetzigen Zeitpunkt über den Bau einer neuen U-Bahn nachzudenken, wäre angesichts der tragischen Ereignisse zynisch. Über viele Jahre wird den Kölnern ein solches Vorhaben nicht zu vermitteln sein. Und zwar zu Recht.

Das darf aber nicht bedeuten, dass jedes ambitionierte Projekt - vor allem im Verkehrsbereich - ein für alle Mal zu den Akten gelegt wird. Die Tieferlegung der Nord-Süd-Fahrt zum Beispiel. Sie hat eine völlig andere Dimension als eine U-Bahn und damit vermutlich auch ein viel geringeres Risiko-Potenzial. Deshalb muss über Bauprojekte wie dieses trotz der Katastrophe am Waidmarkt durchaus ernsthaft diskutiert werden.



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