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Ein ganzer Tag zum Ausruhen

Die erste echte Atempause

Erstellt 20.03.09, 18:59h, aktualisiert 23.03.09, 19:35h

Am Sonntag werden alle Arbeiten in der Severinstraße ruhen. Um 14 Lastwagen mit wiedergefundenen Archivalien zu beladen, mussten am Donnerstag zusätzliche Kräfte mobilisiert werden.

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Das Katastrophen-Areal mit der Überdachung, am unteren Bildrand die Löwengasse (Bild: Thomas van de Wall)
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Das Katastrophen-Areal mit der Überdachung, am unteren Bildrand die Löwengasse (Bild: Thomas van de Wall)
Innenstadt - Zum ersten Mal seit dem Einsturz des Stadtarchivs am 3. März werden die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) am Sonntag eine ganztägige Pause einlegen. Die Arbeit an der Unglücksstelle werde am Montag um sieben Uhr wieder aufgenommen, teilte Feuerwehrsprecher Daniel Leupold mit. Am heutigen Samstag sind die etwa 60 Helfer - wie schon in den vergangenen Tagen - bis zum Einbruch der Dunkelheit gegen 19 Uhr im Einsatz.

Unermüdlich ziehen sie Akten, Urkunden und andere wertvolle Gegenstände aus dem Bestand des Historischen Archivs aus den Trümmern. Am Freitag fanden die Helfer vor allem Archivgut aus dem 20. Jahrhundert, darunter Kommentare zur Deutschen Reichsverfassung von 1918. Am Donnerstag bargen sie Archivalien, die insgesamt 14 Lastwagen füllten. „Das war so viel, dass Kräfte der Feuerwehr nachalarmiert werden mussten, um in der Sortierhalle auszuhelfen“, berichtete Leupold. In der alten Lagerhalle am Kölner Stadtrand, in die die Lastwagen ihre Ladung transportieren, durchsuchen Dutzende Hilfskräfte den Schutt nach Schriftstücken, die noch erhalten sind oder restauriert werden können.

Bei der Bergung der Dokumente im Trümmerkrater müssen die Einsatzkräfte äußert vorsichtig vorgehen, um sich nicht in Gefahr zu bringen. „Die Gefahr, sich zu verletzten, ist hoch“, sagte Leupold. Bislang wurden zwei Männer von Steinen getroffen: Einem THW-Mitarbeiter rutschte ein Betonteil gegen das Bein, er musste mit leichten Verletzungen ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Auch ein Feuerwehrmann, dem ein Stein auf die Schulter gefallen war, konnte schnell wieder in den Einsatz zurückkehren. (ts)



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