Erstellt 03.02.09, 15:47h
Eine neue Umfrage zeigt es deutlich: 72 Prozent und damit mehr als zwei Drittel der Bundesbürger gehen inzwischen davon aus, dass sich ihr Lebensstandard im Ruhestand verschlechtert. 2005 hatten nur 37 Prozent eine solch negative Zukunftserwartung. Die Umfrage im Auftrag des zum Branchenprimus Deutsche Bank gehörenden Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) ergab aber auch, dass sich deutlich mehr Menschen (46 Prozent) um ihre gesetzliche Rente sorgen als - mit 25 Prozent - um ihre private Alterssicherung.
Auch Aktien-Sparpläne im Minus
Das überrascht, bereiten doch selbst langfristig ausgerichtete Sparpläne den Anlegern derzeit nur wenig oder gar keine Freude: Nach Berechnungen des Branchenverbandes BVI, des Zusammenschlusses der deutschen Fondsgesellschaften, liegen auch Aktien-Sparpläne im Minus, in die schon länger eingezahlt wird. So verfügte, wer in einen Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland zehn Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlte, Ende 2008 über 10 125 Euro. Eingezahlt wurden aber 12 000 Euro.
Die Hoffnung ist, dass bei der Kapitalanlage auf lange Sicht aus dem Minus doch noch ein Plus wird. Betrachtet man die vergangenen 20 Jahre, so fällt die Bilanz tatsächlich besser, aber keineswegs grandios aus. Deutschland-Aktienfonds brachten es in diesem Zeitraum auf einen jährlichen Wertzuwachs von 3,2 Prozent. Rechnet man die Inflation dagegen, bleibt vom Ertrag aber kaum etwas übrig. Europa-Aktienfonds weisen laut BVI auf 20 Jahre sogar ein leichtes nominales Minus aus.
Anders sieht es aus, wer für den Ruhestand eine vom Staat geförderte Riester-Rente anspart. Bei dieser Anlageform muss der Anbieter garantieren, dass am Ende - also bei Rentenbeginn - das eingezahlte Geld einschließlich der staatlichen Zulagen - zur Verfügung steht. Nur wer vorzeitig aus seinem Riester-Vertrag aussteigt, muss Einbußen hinnehmen. Wem eine Betriebsrente winkt, muss immerhin keine Angst vor Ausfall durch Konkurs haben.
Demografie und Konjunkturkrise
Auch wenn die Rentenkassen mit ihrer Umlagefinanzierung -ausgegeben wird, was reinkommt - gegen Börsencrashs weitgehend immun sind: Demografie und Konjunkturkrise setzen aber auch ihnen zu. Steigt etwa die Arbeitslosigkeit und/oder die Zahl der Rentner, sinken die Einnahmen und klettern die Ausgaben. Auf dieses Problem hat die Politik mit den Rentenreformen der vergangenen Jahre reagiert.
Diese Reformen sollen das Rentensystem in der Balance halten: durch Schonung der Beitragszahler und Leistungskürzungen vor allem für künftige Rentner. Damit bekommt der legendäre Spruch des ehemaligen Rentenministers Norbert Blüm (CDU) -"Die Rente ist sicher" - eine neue Bedeutung. Die Rente ist zwar auch in Zukunft sicher. Sie ist mit Sicherheit aber deutlich niedriger als viele sich das heute vorstellen. (dpa)
Altersvorsorge
04.02.2009 | 07.23 Uhr | Heipejo
Als sicherste Altersversorgung sehe ich die solidarische Rentenversicherung. Weshalb sie von der Politik zu Gunsten der Kapitalorientierten…
Zum einen sollte man nicht in einen
03.02.2009 | 18.51 Uhr | Thomas Didier
einseitig ausgerichteten Aktienfonds Deutschland investieren,sondern immer in weltweit anlegende.Zum anderen wird immer empfohlen,von einem…
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