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Zoch vor dem Zoch

„Bekloppter Kapitalismus”

Erstellt 23.02.09, 14:50h, aktualisiert 23.02.09, 14:52h

Globalisierungskritiker haben im traditionellen "Zoch vor dem Zoch" den "höllisch bekloppten Kapitalismus" angeprangert. Die Finanz- und Wirtschaftskrise sei ihnen eine "prima Steilvorlage" gewesen.

Rosenmontagszug Attac
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Globalisierungsgegner im Zug vor dem Zug. (Bild: dpa)
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Globalisierungsgegner im Zug vor dem Zug. (Bild: dpa)
Köln - Rund 80 karnevalistische Globalisierungskritiker haben beim traditionellen "Zoch vor dem Zoch" in Köln den "höllisch bekloppten Kapitalismus" angeprangert. Auf ihren Schultern hätten die "G8-Pappnasen" Großpuppen wie Heuschrecken und die "tendenziell fallende Profitrat(t)e" getragen, erklärte ein Sprecher von Attac Köln am Montag. Die Pappnasen verteilten neben fair gehandelten Kamelle auch "Leergeld", als Geldscheine gestaltete Flugblätter.

Attac erklärte, die Finanz- und Wirtschaftskrise sei eine prima Karnevals-Steilvorlage gewesen. Der Karnevalszug der Pappnasen habe sich in drei Gruppen geteilt. Vorneweg seien die Protagonisten des globalen Finanzmarktkapitalismus unter dem Motto "legal-illegal-neoliberal" marschiert, weiter hinter habe sich der Widerstand formiert bis im dritten Teil der wieder auferstandene Karl Marx den Kommunismus besungen habe.

Die G8-Pappnasen bezogen sich nach eigenen Angaben direkt auf die obrigkeitskritische Tradition des Kölner Karnevals. So sei der wichtigste Begründer des Kölner Karnevals, Franz Raveaux nicht nur ein enger Freund von Marx, sondern auch ein führender Demokrat der 1848er Bewegung gewesen. (epd)



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