Von Berti Kolbow, 24.02.09, 11:17h, aktualisiert 24.02.09, 14:16h
Vor allem Tastatur, Bildschirm und die Computer-Lüfter sind Schmutzfänger. An häufig gebrauchten Geräten lassen sich jede Menge Spuren der Benutzer finden. Dazu zählen laut Dirk Plähn vom Unternehmen EDV-Clean-System in Barsbüttel bei Hamburg unter anderem Brotkrümel, Nasenhaare und sogar Nagellackabrieb auf dem Bildschirm, wenn dieser häufig mit den Fingern berührt wird.
Einmal jährlich Computer reinigen
Dem Anwender bleibt zum Beispiel oft verborgen, dass sich Netzteil und Prozessorlüfter mit der Zeit mit Staub zusetzen. Die Wärme wird dadurch schlechter abgeführt. Abstürze drohen - und schlimmstenfalls der Hitzetod des Rechners. „Das Computerinnere sollte mindestens einmal jährlich gereinigt werden, Eingabegeräte und Display monatlich, je nach Verschmutzungsgrad und Vorliebe auch öfter“, rät Markus Schütz vom PC-Hersteller Dell in Frankfurt.
Kaum verschmutzte Oberflächen sollten laut Schütz lediglich mit einem trockenen Mikrofasertuch abgewischt werden. Bei größerem Putzbedarf kommen Hausmittel nur bedingt infrage. „Spülmittel und Küchenrolle sind ungeeignet“, warnt Dirk Plähn. Die Reinigungskraft von Spüli und Co. ist für dreckiges Geschirr geeignet, aber nicht für stark verschmutze Tastaturen. Auch von Lösungsmittel-haltigen Flüssigkeiten sollte man die Finger lassen. Diese säubern vielleicht erstmal recht gut, lassen aber Oberflächen porös und damit langfristig noch anfälliger für Dreck werden.
Um Schweiß und Fett von den Tasten zu entfernen, empfiehlt Plähn speziellen Kunststoffreiniger. Damit ließen sich oft „Wunder“ bewirken. Eine neuwertig aussehende Tastatur sollten Vielschreiber aber nicht erwarten. „Bei Dauernutzung ist ein Abrieb der Mattierungsbeschichtung ganz normal. Das Glänzen der häufig verwendeten Tasten ist nicht zu vermeiden“, so Markus Schütz.
Erst Staubsauger, dann feuchte Tücher
Mit dem gleichen Putzmittel wie für die Tasten lassen sich auch alle anderen Computer-Oberflächen reinigen - außer die des Bildschirms. Für Displays sollten extra darauf abgestimmte Reinigungsmittel verwendet werden, rät Plähn. Feuchte Brillenputztücher gingen alternativ auch. Zuvor empfiehlt sich eine mechanische Reinigung mit dem Staubsauger.
Mit Druckluft aus der Dose lassen sich Plähn zufolge in den Ritzen der Tastatur sitzende Schmutzpartikel entfernen. Druckluft sollte aber vorsichtig eingesetzt werden, warnt Markus Schütz von Dell: Im schlimmsten Fall bläst sie Partikel an unerreichbare Stellen. Ein schlichter weicher Pinsel mit weichen Borsten oder ein Haartrocker als Dosenluftersatz gingen auch. Der Föhn sollte aber nur mit kalter Luft blasen, damit sich nicht im schlimmsten Fall der Kunststoff des Computergehäuses verformt.
Der Staubsauger kommt auch bei einer Innenreinigung des Rechners zum Einsatz. So lassen sich Lüfterrotoren und die verschiedenen Rechnerteile wie Hauptplatine und Steckkarten von Staub befreien. Das Gehäuse eines PCs aufzuschrauben, ist in der Regel kein Problem. Notebooks hingegen sollten - wenn überhaupt - nur von Fachleuten geöffnet werden. "Beim eigenmächtigen Eingriff können Garantieansprüche erlöschen. Außerdem sind Laptops sehr schwierig wieder zusammenzusetzen", gibt Dirk Plähn zu bedenken. Aufgrund der kompakteren Bauweise von Notebooks im Vergleich zum Desktop-Rechner ist die Gefahr, dass Staub eindringt, ohnehin eher gering. (dpa)
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