Von Christiane Mitatselis, 25.02.09, 13:38h, aktualisiert 25.02.09, 19:51h
Wer die Retter sind, wollen die Haie noch nicht verraten, denn: „Das Rettungspaket ist noch nicht hundertprozentig fixiert, da noch verschiedene Dinge zu klären sind, daher ist hier noch keine öffentliche Aussage möglich“, berichtet Eichin, der zusammen mit einer Unternehmensberatung ein Konzept erstellt hat. Sobald alle Verhandlungen abgeschlossen sind und auch die involvierten Banken zugestimmt haben, wollen die Haie Informationen über ihre neue Finanzstruktur liefern.
Durch das Engagement der neuen Geldgeber, die langfristig als Gesellschafter fungieren wollen, soll einen gewaltige finanzielle Lücke ausgeglichen werden, die einerseits durch rückgängige Zuschauerzahlen entstanden ist; die Einbußen belaufen sich auf etwa eine Million Euro. Anderseits hat Hauptgesellschafter Heinz Hermann Göttsch seine Zahlungen deutlich zurückgeschraubt. Die Haie befanden sich deshalb im Dezember in einer Situation, die kritischer war, als sie öffentlich zugaben: der Klub stand kurz vor dem Bankrott. „Es ist richtig, dass uns das Wasser bis zum Hals stand. Wir mussten eine sehr kritische Phase überstehen“, sagt Eichin. Aufgrund der finanziellen Misere erlaubten die Kölner im Januar ihren drei Profis Stéphane Julien, Kamil Piros und Harlan Pratt, bei anderen Vereinen anzuheuern. Für die Verpflichtung von Trainer Rupert Meister, dem ehemaligen Junioren-Coach, habe sich der Verein jedoch im Dezember nicht nur aus Spargründen entschieden: „Rupert Meister macht unter den schwierigen Voraussetzungen einen super Job. Es war kein externen Trainer auf dem Markt, der es aus unserer Sicht wert gewesen wäre, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen“, erklärt Eichin.
Göttsch hatte bereits im Januar im Interview mit dieser Zeitung einen Appell an mögliche neue Geldgeber gerichtet: „Wir brauchen neue Investoren, weitere Geldgeber. Die wirtschaftliche Verantwortung für den Klub muss auf mehreren Schultern verteilt sein“, erklärte der Immobilien-Unternehmer damals - und wurde offenbar erhört. Es ist davon auszugehen, dass es sich bei einem der Haupt-Investoren um die Lanxess-Arena handelt, da sie ohne die Haie selbst in Not geraten würde. Der KEC ist mit mindestens 26 Heimpartien pro Saison ihr Hauptmieter, den Ausfall dieser Spiele könnte die Arena kaum ausgleichen.
Mit dem Geld der Investoren wollen die Haie nun ein Eishockey-Team kreieren, das in der Liga wieder vorn mitspielen kann. Die Teilnahme an den Playoffs 2010 haben die Kölner bereits als ihr minimales Ziel ausgegeben.
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