Von Unserer Redaktion, 06.03.09, 06:47h, aktualisiert 10.03.09, 13:47h
22.30 Uhr: Am Abend wurden mehrere Angehörige und Freunde der beiden vermissten Männer in den abgesperrten Bereich im Severinsviertel gelassen.
21.44 Uhr: Die Stimmung in der Deutzer Rheinparkhalle ist äußerst gereizt. Unter den 250 Bewohnern des Severinsviertel wird der Vorwurf laut, dass die Stadt Köln zu wenig mache. Das Treffen mit den Vertretern der Stadt und der KVB verläuft gereizt.
21.20 Uhr: In der Deutzer Rheinparkhalle haben sich am Freitagabend rund 250 Bewohner der Severinstraße mit Vertretern der Stadt Köln und der KVB getroffen. Auch Oberbürgermeister Fritz Schramma war dabei. Den Bewohnern wurde mitgeteilt, dass sie bei etwaigen Schäden in ihren Wohnungen den TÜV-Rheinland anrufen könnten. Die Nummer lautet: 547774.
21.05 Uhr: An der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs hat die Suche nach den beiden Vermissten begonnen. Etwa 20 Feuerwehrleute hätten mit Spürhunden die Trümmer abgesucht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Aktion habe allerdings schon schnell wieder abgebrochen werden müssen, weil eine Warnanlage Veränderungen im Boden feststellt habe. Es bestehe immer die Gefahr, dass die Leute einbrächen, sagte der Sprecher.
20:05: An der Unglücksstelle im Severinsviertel sind am Abend Krankenwagen vorgefahren. Dauerregen und steigendes Grundwasser haben am Freitag die Lage für die Rettungskräfte dramatisch erschwert
19:25 Uhr: Mindestens 33 haben Menschen durch den Einsturz des Historischen Archivs ihre Wohnung verloren. Sie hätten in den drei Häusern in der Severinstraße gelebt, die ebenfalls eingestürzt waren oder abgerissen werden mussten, teilte die Stadt am Freitagabend mit. Weitere 22 Personen dürfen derzeit aus Sicherheitsgründen nicht ihre Wohnungen betreten. Für die vom Einsturz ihrer Häuser betroffenen Menschen werde derzeit nach Ersatzwohnungen in dem Stadtviertel gesucht.
17.30 Uhr: An der Einsturzstelle hat die Feuerwehr mit dem Abriss der letzten Hausruine begonnen, die einer Bergung noch im Weg steht. Danach könne im Trümmerkegel mit der Suche nach den beiden vermissten jungen Männern begonnen werden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Problem sei jedoch der Dauerregen, dadurch bewegten sich die Einsatzkräfte auf noch schwankenderem Boden.
15.45 Uhr: Ein Laster nach dem anderen mit Trümmern fährt von der Unglücksstelle ab. Zwischendurch werden immer wieder Dokumente gefunden. Um sie zu sichern, müssen die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden.
15.15 Uhr: Die Feuerwehr nimmt Bohrungen vor, um herauszufinden, ob der Boden um die Unglücksstelle sicher ist.
14.20 Uhr: Frühestens in der Nacht von Freitag auf Samstag kann mit der Suche nach Vermissten begonnen werden. Die Einsatzkräfte sind zur Stunde dabei mit einem Kettenbagger das Gebäude 230 abzureißen. Da die Nummer 232 nebenan die gleiche Giebelwand benutzt, muss auch dieses abgetragen werden. Dann wollen sich die Rettungskräfte an die Stelle vorarbeiten, an der die Vermissten vermutet werden. Die Arbeiten dauern lange, da der 80 Tonnen schwere Bagger immer wieder auf Archivmaterial stößt. Bislang wurden zehn Kartons geborgen.
14.10 Uhr: U-Bahn-Bau Projektleiter Rolf Papst von den Kölner Verkehrsbetrieben sagt: "Selbst wenn zehn Minuten vor dem Unglück noch Messungen vorgenommen wären, wäre dieses Unglück nicht absehbar gewesen."
14.00 Uhr: Die Kölner Verkehrsbetriebe haben entschieden, eine Million Euro für die mindestens 35 Menschen zur Verfügung zu stellen, die bei dem Unglück in der Severinstraße wohnungslos geworden sind. Jeder Anwohner soll mindestens 10.000 Euro erhalten.
13.40 Uhr: Anwohner sind in Angst. Eine Bewohnerin der Bonner Straße 20 meldet ksta.de, dass Sand aus ihrer Decke rieseln würde.
12.50 Uhr: Seit einer knappen halben Stunde kreist ein Polizeihelikopter über dem Gelände. Er ist nach Auskunft der Polizei im Auftrag der Feuerwehr unterwegs.
12.45 Uhr: Ausweich-Lehrorte für die Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums sowie der Kaiserin-Augusta-Schule sind gefunden. Die KAS kann auf Räume der Fachhochschule Köln zurückgreifen. Das FWG wird bis auf weiteres im Wesentlichen das Studienhaus der VHS am Neumarkt beziehen. Damit können die 2.000 Schüler von Montag an wieder unterrichtet werden.
12.30 Uhr: Mindestens 90 Prozent des Archivmaterials liegt noch unter dem Trümmerberg oder in der Grube unter dem Erdkegel. Das sagte Kulturdezernent Georg Quander.
12.15 Uhr: In der ersten Nacht nach dem Einsturz sind nach Auskunft der Stadtarchiv-Leiterin Bettina Schmidt-Czaia aus dem Keller im hinteren Bereich des Archivs 40.000 Urkunden, die gesamte Film- und Fotosammlung sowie die Dienstbibliothek mit 140.000 Büchern geborgen worden. In der Nacht zum Freitag wurden 50 Container Schutt geborgen. Darin vermuten die Mitarbeiter das Material, das sich im sechsten Stock des Archivs befunden hat. Robert Fuchs vom Institut für Restaurierungswissenschaft der Fachhochschule: "An eine Restaurierung ist im Moment nicht zu denken. Es geht zunächst um eine Notversorgung." Das Material, das nass ist, werde beispielsweise zunächst eingefroren, um später gefriergetrocknet wieder aufgetaut zu werden.
12.00 Uhr: Die Restaurierung der Bestände des Kölner Stadtarchivs wird nach dem Einsturz des Gebäudes bis zu 30 Jahre dauern. Das sagte Stadtarchiv-Leiterin Bettina Schmidt-Czaia.
11.40 Uhr: Im Trümmerkegel steigt der Wasserpegel. Die im Loch installierte Pumpe kommt mit den Wassermassen nach Angaben der Feuerwehr nicht mehr zurecht. Deshalb werden nun weitere Pumpen installiert.
11.30 Uhr: Es regnet unaufhörlich. Das Wasser von oben bedeutet auch, dass die Trümmer schwerer werden und absinken können. Die Einsatzkräfte starten nun die Reste des Hauses 230 von hinten einzureißen. Nach Angaben der Feuerwehr wird das mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Ob 232 abgerissen werden muss, ist noch nicht klar.
11.20 Uhr: Die Feuerwehr vermutet die Verschütteten dort, wo die Trümmer des Hauses 230 liegen. Dort wollen sie später mit Hunden suchen. Es sei aber noch nicht absehbar, wann die Suche beginnen kann. Ein Sprecher der Feuerwehr betont: Jeder, der sich am Schuttkegel bewegt, befindet sich in absoluter Lebensgefahr. "Jedem dort muss klar sein, dass er jeden Moment tot sein kann."
10.20 Uhr: Ein Feuerwehrsprecher bestätigt Berichte, wonach das Handy eines der beiden Vermissten von der Polizei im Raum der Unglücksstelle geortet wurde. Allerdings verwies der Sprecher darauf, dass eine solche Handyortung einen Radius zwischen 300 und 500 Metern umfasse.
10.15 Uhr: Das THW misst ständig, ob das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium sich weiter absenkt. Die Bewegungen vom frühen Morgen sind nach Angaben der Feuerwehr wieder zur Ruhe gekommen. Möglicherweise liegt das daran, dass die Einsatzkräfte Bagger und Kräne wieder zurückgezogen haben, die direkt vor dem Gymnasium standen, um Boden nicht weiter zu belasten. Trotzdem wird derzeit direkt vor der Schule ein Gerüst für das Notdach aufgebaut. Zudem sind Einsatzkräfte auf das Vordach des Gymnasiums geklettert, um Messgeräte zu installieren. Sobald das THW Absenkung im Zentimeterbereich registriert, ziehen sich die Einsatzkräfte zurück.
10.00 Uhr: Ein Bagger hat sich durch die Rückfront des Archivs gefressen. Eine neue Rampe wurde errichtet, auf der nun ein Spezialbagger heranfahren und die Reste der Häuserruine 230 abreißen kann.
9.30 Uhr: Mehrere Mitarbeiter des Finanzamts Köln-Mitte haben am Donnerstag nach einer Recherche von ksta.de an ihrem Arbeitsplatz Am Blaubach Gebäudeerschütterungen bemerkt. Ein Statiker soll überprüfen, ob ein Zusammenhang mit dem Stadtarchiv-Einsturz besteht. Im Gebäude wurde zu diesem Zeitpunkt allerdings auch eine Elektroleitung verlegt.
8.30 Uhr: Bei den ursprünglich für den gestrigen Abend vorgesehenen Abrissarbeiten an einem unmittelbar an die Einsturzstelle des Historischen Archivs angrenzenden Gebäude kam es in der vergangenen Nacht nach Aússage der Stadt Köln zu Verzögerungen. Der Grund: Die Gebäude Severinsstraße 232, Georgsplatz 2 a und 2 b haben statische Verbindungen und sind bei weiteren Abrissarbeiten akut einsturzgefährdet. Die Einsatzkräfte hatten diese Gebäude bereits unmittelbar nach dem Unglück räumen lassen.
7.00 Uhr: Die Feuerwehr gibt weitere Details zu den Arbeiten der Nacht bekannt. Wegen des Regens ist der Grundwasserspiegel angestiegen und spült Kies mit sich. Dadurch wird der Untergrund noch instabiler als er zuvor schon war. Der schwere Bagger, mit dem die Gebäudeteile weiter eingerissen werden sollen, kann nun nicht mehr direkt an den Krater gestellt werden, da er sonst einsinken könnte. Eine neue Stelle muss erst noch gefunden und frei geräumt werden.
Noch ist unklar, wie mit dem akut einsturzgefährdeten Friedrich-Wilhelm-Gymnasium weiter verfahren wird. Sachverständige von Feuerwehr, Bergbauexperten und Geologen treffen sich ab 10 Uhr zu Beratungen. Dort muss geklärt werden, ob der vordere Gebäudeteil, der jetzt schon abgestützt wird, weiter verstärkt werden kann oder ob ein Abriss sicherer ist.
6.30 Uhr: Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ist in der Nacht um zwei Zentimeter eingesackt und droht einzustürzen. Die Bergungsarbeiten verzögern sich weiter. Die Feuerwehr ist immer noch dabei, die Kellerräume der inzwischen abgetragenen Gebäude an der Rückseite des Archivs mit Schutt aufzufüllen. Wegen des Dauerregens ist das Gelände höchst instabil. Voraussichtlich erst gegen Mittag kann mit der Suche nach den beiden vermissten Männern begonnen werden.
In der Nacht barg die Feuerwehr „unter Lebensgefahr“ (Feuerwehrsprecher Stephan Raphael) persönliche Gegenstände der Bewohner des Hauses Nummer 232. Rund 80 Umzugkartons übergaben die Rettungskräfte an die Anwohner. Dazu gehörten auch die Geldbestände einer betroffenen Spielhalle. Das Geld wurden dem Spielhallenbesitzer direkt an Ort und Stelle übergeben.(ts/ksta)
Treffen in der Messe schönweit weg und ...
07.03.2009 | 00.12 Uhr | ebertplatz.de
dann fährt keine Bahn dahin, sagt jedenfalls der WDR.
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06.03.2009 | 21.56 Uhr | grateful
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06.03.2009 | 21.56 Uhr | grateful
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