Von Unserer Redaktion, 08.03.09, 08:50h, aktualisiert 10.03.09, 13:43h
17.05 Uhr: Die Suche nach dem zweiten Opfer gestaltet sich schwierig. An der Stelle, an der Designstudent Kahlil Berechnungen zufolge vermutet wird, mussten die Rettungskräfte das Graben unterbrechen. Es herrscht noch immer akute Einsturzgefahr.
15.50 Uhr: Der Vorstandssprecher der KVB entschuldigt sich bei den Angehörigen der Opfer und anderen Geschädigten. "Ich möchte mich entschuldigen für das, was passiert ist", sagte Jürgen Fenske. Dies sei ihm ein persönliches Bedürfnis.
15.40 Uhr: Die Zugangsbeschränkungen sollen schnellstmöglich aufgehoben werden. Das gab Stadtdirektor Guido Kahlen bekannt. Die angrenzenden Häuser sollen am Montagvormittag geräumt werden, sofern die Statik dies erlaubt. Möbel und persönliche Gegenstände werden dann in ein Zwischenlager gebracht. 38 Personen sind durch das Unglück obdachlos geworden.
14.45 Uhr: Kölns Feuerwehrchef Stephan Neuhoff hoffte am Sonntagmittag, nun auch den zweiten Vermissten, einen 24-jährigen Design-Studenten, schnell zu finden. Die Prognosen über einen möglichen Fundort von Verschütteten hätten sich bestätigt.
13.55 Uhr: Nach dem Einsturz des Stadtarchivs sucht die Stadt Köln kurzfristig eine größere Halle, um dort aus dem Trümmerhaufen geborgenes Schriftgut zu lagern. Die Halle müsse sofort verfügbar und mindestens 10 000 Quadratmeter groß sein, teilte die Stadt mit.
13.20 Uhr: Bei dem Toten, der unter dem Trümmerberg in Köln gefunden wurde, handelt es sich um den 17 Jahre alten Bäckerlehrling Kevin K. Das teilte der Kölner Kriminaldirektor Tobias Clauer nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung mit.
13:10 Uhr: Die Fundstelle des in der Nacht zum Sonntag geborgenen Toten gilt formell als Tatort und wurde der Polizei übergeben. Nach Angaben der Feuerwehr lag die Leiche in einem Bereich, der bislang für Retter wegen der großen Einsturzgefahr nicht zugänglich war. Das bereits bei der Staatsanwaltschaft laufende Ermittlungsverfahren wegen des Unfalls wurde um den Verdacht der fahrlässigen Tötung erweitert.
12.00 Uhr: Die Feuerwehr gräbt weiter den Schuttberg ab. Höhenretter stehen an der Grube bereit, falls ein Feuerwehrmann das Gleichgewicht verlieren sollte. Die Spürhunde haben seit mehreren Stunden nicht mehr angeschlagen. Teile des halb zerstörten Hauses Nummer 232 wurden abgerissen. Derweil wurde ein weiteres Blechteil an der Überdachung angebracht, welche die verschütteten Dokumente des Historischen Archivs vor der Witterung schützen soll.
11.35 Uhr: Für Michael Knoche, Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar, ist der Verlust des einzigartigen Archivguts in Köln eine "Heimsuchung von biblischem Ausmaß". Es sei nach dem Elbe-Hochwasser in Dresden und dem Brand seiner Bibliothek innerhalb weniger Jahre "ein neuer dramatischer Verlust unserer nationalen Überlieferung",
10.43 Uhr: Das in der Nacht auf Sonntag tot aufgefundene Opfer befand sich an der Trennwand zwischen den beiden eingestürzten Gebäuden, dem Wohnhaus und dem Historischen Stadtarchiv. Die Leiche lag etwa vier Meter unterhalb der Straße mehrere Meter von der Baugrube entfernt.
9.47 Uhr: Es wird weiter Archivgut geborgen. Das Schutzdach über der Unglücksstelle ist bereits 12 Meter lang, 42 lang soll es werden. Bisher gibt es keine weiteren Gebäudebewegungen.
9.15 Uhr: Ein Polizeihubschrauber kreist über der Unglücksstelle, um Aufnahmen für die weiteren Ermittlungen zu machen. Der Sprecher der Feuerwehr, Daniel Leupold, teilte mit, dass die Einsatzkräfte weiter fieberhaft nach dem zweiten Vermissten suchen würden. Dabei werde schweres Gerät verwendet. Wo notwendig würden Trümmer auch wieder von Hand beseitigt. Auch Spürhunde kämen wieder zum Einsatz.
8.15 Uhr: Die Beamten der Mordkommission verlassen den Unglücksort. Die Ergebnisse der Obduktion werden am Vormittag erwartet.
1.50 Uhr: Ein Leichenspürhund der Polizei schlägt an. Mit Hilfe eines Baggers wird ein Leichnam freigelegt. Die Leiche wird zur Obduktion in die Rechtsmedizin Köln gebracht, um die Identität zu klären. Beamte der Spurensicherung beginnen mit ihrer Arbeit. Sie leiten ein offizielles Todesermittlungsverfahren ein. (ts/tho/ddp)
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
XXL-Frühjahrsmode Gr. 42-60 topchic
Kölner Lichter am 17. Juli 2010
Essen in Köln – Empfohlen von anderen