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Irans Fussballerinnen

Verschleiert zum Freundschaftsspiel?

Von Christiane Mitatselis, 10.03.09, 10:28h, aktualisiert 10.03.09, 20:46h

Die Meldung klang interessant: Die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft wolle bald ein Freundschaftsspiel in Deutschland bestreiten - und zwar verschleiert. Das berichtete eine Agentur. Nur der DFB weiß davon bislang nichts.

Iranische Fußballerin
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Irans Nationalspielerin Katayun Tafazoli (r.) im Duell mit der Berlinerin Sanna El-Agha bei einem Freundschaftsspiel in Teheran im April 2006.
Iranische Fußballerin
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Irans Nationalspielerin Katayun Tafazoli (r.) im Duell mit der Berlinerin Sanna El-Agha bei einem Freundschaftsspiel in Teheran im April 2006.
TEHERAN - Die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft wird bald ein Freundschaftsspiel in Deutschland bestreiten - und zwar verschleiert, mit langen Hosen und weiten Trikots, wie es die islamische Kleiderordnung den Frauen im Iran vorschreibt. Das jedenfalls meldete die Deutsche-Presseagentur (dpa) und zitierte dazu Farideh Schodschaei, Leiterin der Frauenfußballabteilung im iranischen Fußballverband. Diese habe im Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur ISNA gesagt: „Der Deutsche Fußball-Bund ist an einem Freundschaftsspiel mit unserer Nationalmannschaft interessiert. Wir wollen unbedingt gegen ein europäisches Spitzenteam spielen, das unsere Kleiderordnung akzeptiert.“

Das Problem ist nur: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) weiß von der Angelegenheit nichts. „Wir haben keine Anfrage bekommen“, sagte ein DFB-Sprecher. Es handle sich um eine „private Angelegenheit.“ Und zwar um diese: Im April 2006 spielten die Iranerinnen in Teheran gegen den Berliner Verbandsligisten BSV Al-Demirspor aus Kreuzberg, dessen Spielerinnen ebenfalls mit Schleier und langem Gewand antraten. Die Begegnung, die 2:2 endete, war das erste öffentliche Spiel der Frauenmannschaft auf iranischem Boden. Männliche Zuschauern durften nicht ins Stadion. Ein Jahr später sollte ein Rückspiel in Berlin stattfinden. Doch die Iranerinnen bekamen keine Ausreisgenehmigung. Als Grund nannte der iranische Verband damals „technische Probleme.“

Diese Partie soll nun offenbar nachgeholt werden, darüber wurde jedenfalls unlängst auf einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin gesprochen. Ob sie zustande kommt und wie eine mögliche Kleiderordnung aussehen wird, ist bislang nicht bekannt.



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