Von Thorsten Moeck und Tim Stinauer, 12.03.09, 20:31h, aktualisiert 26.02.10, 10:56h
Über dem Toten türmten sich fünf Meter Schutt, auf seinen Oberkörper drückten etwa zehn Tonnen Gewicht. „Er hatte null Chance“, sagte Feuerwehrchef Stephan Neuhoff. „Es war eine aussichtslose Situation.“ Khalils Vater hat den Toten „zweifelsfrei als seinen Sohn identifiziert“, schilderte der Polizeisprecher. Der Leichnam wurde noch am Freitag nach Marokko überführt, wo er in den kommenden Tagen beigesetzt wird. „Die quälende Ungewissheit der vergangenen Tage war für die Familie das Schlimmste, was sie je erlebt hat“, sagte Oberbürgermeister Fritz Schramma. Nun sei es traurige Gewissheit, „dass diese Katastrophe ein zweites Menschenleben gekostet hat“.
Allen Helfern attestierte Schramma, „beinahe Übermenschliches“ geleistet zu haben. Ab sofort habe die Rettung der wertvollen Dokumente Priorität. Am Freitag gelang es den Helfern, die zweite Handschrift von Albertus Magnus zu bergen. „So etwas sage ich meinen Einsatzkräften auch immer sofort, um sie zu motivieren, emsig und sorgfältig weiterzusuchen“, berichtete Neuhoff.
Erster Ruhetag seit KatastropheAm Sonntag werden die Arbeiten an der Einsatzstelle zum ersten Mal seit dem Einsturz ruhen. Die Sechs-Tage-Woche soll zur Regel werden. Künftig werde von Montag bis Samstag zwischen sieben und 19 Uhr gearbeitet, kündigte Schramma an. Auch die Zahl der Helfer werde reduziert. Sie können sich auch deshalb eine Auszeit gönnen, weil das Notdach fast komplett errichtet ist. Es fehlen nur noch 15 Meter. Zwei Zäune schützen die Einsturzstelle. Polizei und Ordnungsamt bewachen die beiden einzigen Zugänge Tag und Nacht.
Die verschütteten Kulturgüter werden mit Baggern und bloßen Händen geborgen. Das kann noch Monate dauern. Einen Einsatzplan für das genaue Vorgehen gibt es noch nicht - den Helfern fehlt schlicht die Erfahrung. „Es gibt niemanden, den wir in Europa fragen könnten, wie man die Bestände eines zusammengestürzten historischen Archivs rettet“, sagte Neuhoff. „Wir müssen jetzt erst langsam Erfahrung gewinnen, wie man am schnellsten und schonendsten vorgehen kann.“ Die neue Einsatzleitstelle befindet sich auf dem Gelände des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums. Am Freitag veröffentlichte die Stadt erstmals das Ergebnis von Bodenproben aus dem Umkreis der Einsturzstelle. „Wir haben bislang keine Auffälligkeiten festgestellt“, berichtete Neuhoff. „Es sind keine weiteren Gebäude einsturzgefährdet.“
Eine ECHTE deutsche Zeitung - die SZ - schreibt heute:
14.03.2009 | 21.04 Uhr | Karl.Krauss
"Nur Oberbürgermeister Fritz Schramma legt einen seiner Auftritte hin, dieser Provinzpolitiker, der bei dem ganzen Desaster eine dermaßen erbärmliche…
OK, einer noch:
14.03.2009 | 12.05 Uhr | steffek
http://www.ksta.de/html/artikel/1233584133968.shtml
Sehr geehrter Woschl
14.03.2009 | 11.53 Uhr | steffek
ihr Beitrag ist sehr aufschlussreich.
selber am Baupfusch mitverdient oder ein bezahlter Schreiberling?
Und was hat das mit "Rechts" zu tun?…
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