Von Peter Berger und Andreas Damm, 14.03.09, 10:53h, aktualisiert 19.03.09, 12:09h
"Die sicheren U-Bahn-Bauten der Stadt Köln bei Grundwasser-Problematiken" seien 30 Jahre lang ein Vorzeigeobjekt gewesen, sagte Dören. Er könne nicht verstehen, weshalb die KVB bei den U-Bahn-Arbeiten im Grundwasserbereich nicht die erprobten Verfahren wie Unterwasser-Beton oder Gefriertechniken angewandt habe. Stattdessen habe sich der Bauherr entschieden, das Grundwasser abzupumpen. Dies aber sei möglicherweise die Ursache für Bodenverschiebungen und einen "hydraulischen Grundbruch", der mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Archiv-Einsturz geführt habe.
Dören, zwischen 1997 und 2003 Baudezernent der Stadt, erklärte, er könne sich vorstellen, dass die KVB das Abpumpen des Grundwassers "alleine aus Kostengründen" favorisiert habe. "Ich hätte dieses Verfahren nicht gewählt." Die Gefriertechnik, bei der lanzenförmige Kältestangen in den Tunnelboden eingebracht würden, oder das Anbringen von Unterwasser-Beton mit Hilfe von Tauchern seien dagegen eindeutig kostspieliger. Die Verantwortung für das gesamte Bauvorhaben lag seit 2002 bei der KVB. "Sowohl ich als auch Hubertus Oelmann, der damals mit den Stadtentwässerungsbetrieben ausgelagert wurde, sind davon ausgegangen, dass die Sachkompetenz von der Stadt zur KVB mitgenommen werde", so Dören am Freitagabend zum "Kölner Stadt-Anzeiger". Das sei aber nicht der Fall gewesen. Es gehe jetzt nicht um die Frage, wer die Verantwortung trage. Jetzt müsse es darum gehen, mögliche weitere Gefahrenherde zu erkennen.
KVB bestätigt: Betonage oder Gefriertechnik nicht vorgesehen
Der Sprecher der KVB, Joachim Berger, bestätigte auf Anfrage der Zeitung, dass Unterwasserbetonage oder Gefriertechniken bei der U-Bahn-Baustelle am Kölner Waidmarkt, die unmittelbar an das eingestürzte Archiv angrenzt, "in der Planung nicht vorgesehen gewesen" seien. Auf die Frage, ob sich die KVB aus Kostengründen für das Abpumpen des Grundwassers entscheiden habe, antwortete Berger: "Diese Fragestellung kann so nicht beantwortet werden, da die Kosten nur ein Faktor unter vielen sind."
(mit ddp-nrw)
Liebe Leser, lesen Sie die FR-Online !
15.03.2009 | 17.49 Uhr | Morgenstern
Hier eine weitere Beweislage!
http://www.fr-online.de/top_news/1690478_Koelner-Einsturz-Bauauflagen-am-Stadtarchiv-nicht-eingehalten.html
Der…
Eine ECHTE deutsche Zeitung - die SZ - schreibt heute:
14.03.2009 | 21.03 Uhr | Karl.Krauss
"Nur Oberbürgermeister Fritz Schramma legt einen seiner Auftritte hin, dieser Provinzpolitiker, der bei dem ganzen Desaster eine dermaßen erbärmliche…
Stimmt so nicht, Herr Dören!
14.03.2009 | 21.01 Uhr | toejam
Dörens Aussagen, dass GW-Absenkungen risikoreich aber durch geeignete Bauverfahren vermeidbar sind, sind im Kern schon richtig.
In 3 Punkten irrt…
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