Erstellt 15.03.09, 11:04h, aktualisiert 19.03.09, 12:08h
Quander besuchte am Samstagnachmittag gemeinsam mit dem Direktor der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek, Michael Knoche, die Unglücksstelle. Bei einem Brand in der Bibliothek waren 2004 rund 50.000 historische Bücher vernichtet worden, unter anderem durch Löschwasser. Gerettet werden konnten etwa 50.000 Bände, darunter eine Lutherbibel von 1534. "Wasser ist auch für uns ein großes Problem", sagte Quander. Viele Archivalien lägen jetzt seit fast zwei Wochen im Grundwasser und seien wohl "unrettbar verloren".
Die Direktorin des Kölner Stadtarchivs, Bettina Schmidt-Czaia, verwies darauf, dass die Bergung der Archivalien noch immer gefährlich sei, weil ständig die Gefahr bestehe, dass Schutt ins Rutschen komme. Die Bergung werde noch mindestens sechs Monate dauern. Eine großen Hilfe sei jedoch das provisorische Holzdach über dem Trümmerfeld. Seitenwände sollen die Unglücksstelle künftig auch vor schräg einfallendem Regen schützen.
Knoche lobte den "großartigen Geist der Zusammenarbeit zwischen Archivaren, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, den ich hier vorgefunden habe". Er werde es möglich machen, "Substanzielles zu retten". Knoche erinnerte daran, dass die Helfer nach dem Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek Glück mit dem Wetter gehabt hätten: "Damals herrschte strahlender Sonnenschein." Nach dem Brand in Weimar wurden viele durchnässte Bücher im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bei minus 20 Grad tiefgefroren. Bis 2015 soll ihre Restaurierung abgeschlossen sein.
Schmidt-Czaia sprach ein ganz anderes Problem an, das sich nun ergebe: "Viele Wissenschaftler, denen wir auf Anfrage mal Kopien unserer Archivalien zugesandt haben, stellen diese Kopien ins Internet, um sie nach der Katastrophe anderen zugänglich zu machen", erläuterte sie. Das verletze jedoch Copyright-Rechte. "Besser wäre es, uns diese Kopien zur Verfügung zu stellen", appellierte die Archiv-Direktorin an die Forscher. (epd)
gute Frage
16.03.2009 | 10.40 Uhr | bestof
auch Herr Quander entpuppt sich in der Krise zum Komiker. Welche Qualifikation hat er eigentlich als Kulturdezernent ? Die Äusserung " wir brauchen…
Quander zeigte sich erschüttert
15.03.2009 | 18.51 Uhr | j.power
...und das Stadtarchiv erst!
Es muß gefragt werden, was das Kulturdezernat eigentlich in der Vergangenheit gemacht hat: Das KSA war 71 bezogen…
Typisch...
15.03.2009 | 18.05 Uhr | Bernieboy_80
...für das bräsige Kölner Kulturdezernat. Wenn man Georg Quander und seinen Mitarbeitern ein Projekt anvertraut, gibt es immer Probleme und Bedenken;…
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