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Schüler als Busbegleiter

Mit Zivilcourage Konflikte lösen

Von Diethelm Nonnebroich, 27.03.09, 18:57h, aktualisiert 27.03.09, 18:57h

Zehn Busbegleiter in den Fahrzeugen der Wupper-Sieg AG sorgen in Zukunft für einen friedlichen Schulweg ihrer Mitschüler. Sie sollen Handgemenge, Drängeleien und Beschädigungen verhindern sowie bei Streit schlichtend eingreifen.

Busbegleiter
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Auf dem Betriebshof der Wupsi trafen sich die zukünftigen Busbegleiter um ihre Ausweise in Empfang zu nehmen. (Bild: Nonnenbroich)
Busbegleiter
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Auf dem Betriebshof der Wupsi trafen sich die zukünftigen Busbegleiter um ihre Ausweise in Empfang zu nehmen. (Bild: Nonnenbroich)
Bergisch Gladbach - „Es ist in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich, dass sich Menschen für andere einsetzen. Ihr tut es - dafür danke ich euch.“ Marc Kretkowski, Geschäftsführer der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG (Wupsi), bedankte sich bei zehn Schülern, die in den vergangenen Wochen von Wupsi-Mitarbeiter Andreas Stein und Polizeikommissar Frank Castiglione zu Busbegleitern ausgebildet wurden. Sie sollen in Schulbussen Handgemenge, Drängeleien am Einstieg und Beschädigungen der Innenausstattung verhindern sowie bei Streit schlichtend eingreifen. Die Devise lautet: Die Situation entschärfen, das Opfer aus der Schusslinie nehmen - und ohne Gewalt stark sein. „Ihr lernt nicht nur für eure Tätigkeit als Busbegleiter, sondern auch fürs Leben, wie man Konflikte gewaltfrei löst“, so Kretkowski. Manfred Frorath, Leiter der Kreispolizei: „Für eure Tätigkeit benötigt ihr ein gerütteltes Maß an Zivilcourage.“

Auf Initiative von Gabriele Metzner, Lehrerin am Schulzentrum Herkenrath, startete das Präventivprojekt 2002. Als sich Gabriele Metzner damals an die Wupsi wandte und auf den Handlungsbedarf in den Schulbussen hinwies, wurde entschieden, die entstehenden Konflikte von Mitschülern lösen zu lassen. „Der richtige Schritt“, wie Kretkowski betont. „In den letzten Jahren hatten wir merklich weniger Gewalt und Sachbeschädigungen in unseren Bussen. Für Gabriele Metzner ist es das letzte Projektjahr - sie geht am Ende des Schuljahres in den Ruhestand. Ihr Zukunftswunsch für das „Fahr Fair“ Projekt: „Dass endlich die RVK GmbH mit ins Boot kommt und sich an der Aktion beteiligt.“



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