Erstellt 31.03.09, 11:00h, aktualisiert 31.03.09, 11:04h
HANS ZACH: Dankeschön.
Ihre Mannschaft hat Ihnen am Sonntag mit dem 5:2 im Playoff-Halbfinale gegen die DEG ein schönes Geschenk gemacht.
ZACH: Ja, das kann man so sagen. Ich war sehr zufrieden.
Mit Düsseldorf haben Sie in den 90er Jahren drei Meisterschaften gefeiert. Ist es deshalb ein besonderes Duell für Sie?
ZACH: Nein, nicht nach so vielen Jahren. Es ist ein Playoff-Duell, das wir gewinnen wollen.
Ihre Mannschaft spielt eine starke Saison, Sie waren Tabellen-Zweiter. Ist das beste Mannschaft, die sie in Hannover bisher hatten?
ZACH: Wir hatten bisher Glück, dass wir praktisch keine Verletzten hatten. Aber jetzt geht es los: Am Sonntag sind zwei Leute ausgefallen, damit sind drei weg (Martin Hlinka, Rainer Kottsdörfer, Klaus Kathan, d. Red). Da wird es schon eng. Ich kenne das leider nicht anders. Es wäre schön, auch mal ohne Ausfälle zu sein. Aber da müssen wir durch, wir werden es anpacken.
Und das Finale erreichen?
ZACH: Ich hätte nichts dagegen.
Die Hannover Scorpions haben die Eintrittspreise für die Playoff-Tickets erhöht - mit dem Effekt, dass weniger Zuschauer kommen als vorher, nur 5000 waren am Sonntag. Was halten Sie davon?
ZACH: Mit den normalen Preisen ha ben wir die Halle voll gespielt. Es war unglücklich, die Preise hoch zu setzen. Für die Spieler ist es besser, wenn sie vor einem vollen Haus spielen. Aber das müssen die ent scheiden, die das Geld einnehmen. Ich sage nur meine Meinung.
Haben Sie eigentlich den Absturz der Kölner Haie verfolgt?
ZACH: Ja, aber nur aus der Distanz. So ein Jahr kommt mal vor. Die Haie erholen sich schon wieder.
Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus. Ihr Vertrag in Hannover läuft noch bis 2010. Und dann?
ZACH: Und dann wird es auf das Ende zugehen. Mit 61 Jahren darf man ans Aufhören denken.
Sie wollen ganz aufhören, Ihre Karriere beenden? Unlängst sagten Sie, Sie wollten nur eine Pause einlegen.
ZACH: Ja, sicher will ich aufhören. Ich habe so viele andere Dinge zu tun.
Das heißt: Sie machen noch ein Jahr in Hannover, dann ziehen Sie nach Bad Tölz und gehen fischen und wandern?
ZACH: Und Mountainbiken, alles Mögliche. Ich kann Abschalten, das ist wichtig. Man muss auch für Jüngere Platz machen. Es geht ja nicht, dass immer nur ich zu sehen bin.
Wäre es da nicht schön, wenn Ihnen Ihre Mannschaft zum Ende der Karriere noch eine Meisterschaft bescheren würde?
ZACH: Ich bin kein kleines Kind, das sich eine Tafel Schokolade wünscht. Ich wollte immer erfolgreich sein. Ich habe eine Mannschaft, die alles erreichen will. Ob es klappt, ist eine andere Geschichte, das hat mit vielen Dingen zu tun.
Das Gespräch führte Christiane Mitatselis
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