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Museum

Odysseum eröffnet in Köln

Von Susanne Hengesbach, 31.03.09, 15:19h, aktualisiert 17.04.09, 17:01h

Das neue „Science Adventure Odysseum“ in Kalk öffnet am Freitag seine Tore. Auf über 5500 Quadratmetern und mehr als 200 interaktive Exponate können Besucher Natur und Wissenschaft zum Anfassen erleben.

Köln Odysseum
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Der Tyrannosaurus Rex brüllt so erschreckend, als wäre er lebendig. (Bild: Schwarz)
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Der Tyrannosaurus Rex brüllt so erschreckend, als wäre er lebendig. (Bild: Schwarz)
Kalk - Von Freitag an dürfen Besucher nahezu aller Altersstufen im „Science Adventure Odysseum“ in eine neue Erlebniswelt eintauchen und anhand von mehr als 200 interaktiven Exponaten Natur und Wissenschaft begreifen. Sie können sich in einem Labyrinth mit allgemeinen Orientierungsfragen zur Zukunft der Menschheit befassen, in einem begehbaren Netzwerk die Welt der technischen Informationsverarbeitung ergründen und sich in einem Forschungsschiff konkreten Lebens- und Überlebensperspektiven stellen. Zudem finden regelmäßig Wissenschaftsshows mit den „Physikanten“ statt, einer Gruppe von Schauspielern und Wissenschaftlern, die Lerninhalte zum Lachen komisch rüberbringen.

In so genannten Transportkapseln werden die Besucher nicht nur von einer Themenwelt zur nächsten befördert. Sie erhalten zudem per Film eine kleine Einführung über das, was vor ihnen liegt: Im Bereich „Leben“ erwartet sie eine Urwaldlandschaft, aus der sich ein gut drei Meter hoher Tyrannosaurus Rex mit furchterregendem Gebrüll erhebt. Mit 170 000 Euro Herstellungskosten ist das in Japan gebaute Urvieh das teuerste Exponat.

Eine sieben Meter hohe, begehbare Weltkugel, in deren Innerem ein Vulkan lodert, steht im Mittelpunkt der Themenwelt „Erde“. Hier werden physikalische und geologische Phänomene verdeutlicht und die Folgen der Globalisierung aufgezeigt.

In der Themenwelt „Cyberspace“ dreht sich alles um Computertechnik und Kommunikation; veranschaulicht werden die ersten Formen der Nachrichtenübermittlung bis hin zur Digitaltechnik. Ein von den Besuchern steuerbarer Roboter, der Basketball spielt sowie ein durch Hirnstromaktivität betriebenes Ballspiel gehört hier zu den größten Attraktionen.

Der Mensch als solcher

Der Mensch als solcher, in diesem Fall gläsern und in vertikale Scheiben unterteilt, symbolisiert den Themenbereich vier. Hier erfährt man das wichtigste über die menschlichen Bausteine und genetische Zusammenhänge. Für die kleinsten Besucher - aber nicht nur für diese - dürfte die „Kinderstadt“ die größte Attraktion darstellen. Dort kann geklettert, gerutscht, geschraubt und getrommelt werden. Bei schönem Wetter lässt sich das Spiel sogar in einem überschaubaren Außenbereich fortsetzen. Ein offener Restaurant-Bereich mit Selbstbedienung rundet das Angebot ab.

Von außen betrachtet nahm das Kalker Odysseum überraschend schnell Gestalt an: Zwei Jahre und zwei Wochen dauerte es von der Grundsteinlegung am 20. März 2007 bis zur Eröffnung am morgigen Donnerstag. Gedanklich reicht die Planung freilich wesentlich länger zurück; nämlich bis in die Zeit vor der „Expo“ im Jahr 2000 in Hannover. Zunächst wurde darüber nachgedacht, die Exponate nach Ablauf der Weltausstellung einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Dann schmiedete man ein neues Konzept. Treibende Kraft dabei war die Sparkasse Köln-Bonn. Sie gründete anlässlich ihres 175. Geburtstags im Jahr 2001 die SK-Stiftung CSC - Cologne Science Center und installierte einen wissenschaftlichen Beirat, zu dem unter anderem Professor Franz Josef Radermacher zählte. Er ist Leiter des Ulmer Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW), Autor von unzähligen wissenschaftlichen Arbeiten und wurde 1997 in den wissenschaftlichen Beirat der Expo für die Themenbereiche „Planet of visions“ und „Das 21. Jahrhundert“ berufen. Gemeinsam mit Wissenschaftskollegen wie Professor Heinz Saedler, Direktor des Kölner Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, wurden Leitthemen ausgearbeitet, die für die jetzige und die nachfolgende Generation von Belang sind.

Wissenschaftsjournalisten wirkten mit

Frei nach dem Motto: „Wie sag ich es meinem Kind?“, tat sich dann jeder Forscher mit einem renommierten Wissenschaftsjournalisten zusammen, um die Themengebiete auch sprachlich verständlich umzusetzen. Schließlich wurden Objektbauer aus aller Welt, darunter auch das Kölner Unternehmen Uniplan beauftragt, entsprechende Exponate zu bauen. Ein ehemaliger Mitarbeiter aus Rademachers Forschungsinstitut, der promovierte Politologe Armin Frey, steht dem Odysseum heute als wissenschaftlicher Leiter vor.



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