Von Susanne Hengesbach, 31.03.09, 15:19h, aktualisiert 17.04.09, 17:01h
In so genannten Transportkapseln werden die Besucher nicht nur von einer Themenwelt zur nächsten befördert. Sie erhalten zudem per Film eine kleine Einführung über das, was vor ihnen liegt: Im Bereich „Leben“ erwartet sie eine Urwaldlandschaft, aus der sich ein gut drei Meter hoher Tyrannosaurus Rex mit furchterregendem Gebrüll erhebt. Mit 170 000 Euro Herstellungskosten ist das in Japan gebaute Urvieh das teuerste Exponat.
Eine sieben Meter hohe, begehbare Weltkugel, in deren Innerem ein Vulkan lodert, steht im Mittelpunkt der Themenwelt „Erde“. Hier werden physikalische und geologische Phänomene verdeutlicht und die Folgen der Globalisierung aufgezeigt.
In der Themenwelt „Cyberspace“ dreht sich alles um Computertechnik und Kommunikation; veranschaulicht werden die ersten Formen der Nachrichtenübermittlung bis hin zur Digitaltechnik. Ein von den Besuchern steuerbarer Roboter, der Basketball spielt sowie ein durch Hirnstromaktivität betriebenes Ballspiel gehört hier zu den größten Attraktionen.
Der Mensch als solcherDer Mensch als solcher, in diesem Fall gläsern und in vertikale Scheiben unterteilt, symbolisiert den Themenbereich vier. Hier erfährt man das wichtigste über die menschlichen Bausteine und genetische Zusammenhänge. Für die kleinsten Besucher - aber nicht nur für diese - dürfte die „Kinderstadt“ die größte Attraktion darstellen. Dort kann geklettert, gerutscht, geschraubt und getrommelt werden. Bei schönem Wetter lässt sich das Spiel sogar in einem überschaubaren Außenbereich fortsetzen. Ein offener Restaurant-Bereich mit Selbstbedienung rundet das Angebot ab.
Von außen betrachtet nahm das Kalker Odysseum überraschend schnell Gestalt an: Zwei Jahre und zwei Wochen dauerte es von der Grundsteinlegung am 20. März 2007 bis zur Eröffnung am morgigen Donnerstag. Gedanklich reicht die Planung freilich wesentlich länger zurück; nämlich bis in die Zeit vor der „Expo“ im Jahr 2000 in Hannover. Zunächst wurde darüber nachgedacht, die Exponate nach Ablauf der Weltausstellung einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Dann schmiedete man ein neues Konzept. Treibende Kraft dabei war die Sparkasse Köln-Bonn. Sie gründete anlässlich ihres 175. Geburtstags im Jahr 2001 die SK-Stiftung CSC - Cologne Science Center und installierte einen wissenschaftlichen Beirat, zu dem unter anderem Professor Franz Josef Radermacher zählte. Er ist Leiter des Ulmer Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW), Autor von unzähligen wissenschaftlichen Arbeiten und wurde 1997 in den wissenschaftlichen Beirat der Expo für die Themenbereiche „Planet of visions“ und „Das 21. Jahrhundert“ berufen. Gemeinsam mit Wissenschaftskollegen wie Professor Heinz Saedler, Direktor des Kölner Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, wurden Leitthemen ausgearbeitet, die für die jetzige und die nachfolgende Generation von Belang sind.
Wissenschaftsjournalisten wirkten mit
Frei nach dem Motto: „Wie sag ich es meinem Kind?“, tat sich dann jeder Forscher mit einem renommierten Wissenschaftsjournalisten zusammen, um die Themengebiete auch sprachlich verständlich umzusetzen. Schließlich wurden Objektbauer aus aller Welt, darunter auch das Kölner Unternehmen Uniplan beauftragt, entsprechende Exponate zu bauen. Ein ehemaliger Mitarbeiter aus Rademachers Forschungsinstitut, der promovierte Politologe Armin Frey, steht dem Odysseum heute als wissenschaftlicher Leiter vor.
Aber warum dürfen Schulen nicht diese Wissen zu vermitteln?
11.04.2009 | 12.51 Uhr | digitus
Das klingt ja alles schön, ich frage mich aber, warum nicht zuerst einmal die Kölner Schulen in die Lage versetzt werden, dieses Wissen zu…
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