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Neue Studie

Wasser macht schlank

Von Magnus Heier, 05.04.09, 09:29h

Das Ergebnis einer Studie des Dortmunder Forschungsinstituts klingt erstaunlich: Steht an einer Schule ein Wasserspender, werden die Schüler seltener übergewichtig. Doch ist das auch auf unseren Alltag zu übertragen?

Wasser gegen Übergewicht
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In einem Versuch in Dortmund haben Wasserspender gegen Übergewicht geholfen. (Bild: Jupiter)
Wasser gegen Übergewicht
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In einem Versuch in Dortmund haben Wasserspender gegen Übergewicht geholfen. (Bild: Jupiter)
Es geht auch ganz einfach: Das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung hat in 17 Dortmunder Grundschulen Wasserspender aufgestellt. Und den Lehrern eine vierstündige Unterrichtseinheit über Wassertrinken zusammengestellt. Die Schüler durften umsonst Wasser trinken und es in Flaschen auch in den Unterricht mitnehmen. Und ihnen wurde beigebracht, warum es gesund ist, Wasser zu trinken. Ein Jahr später wurde das Gewicht der Schüler gemessen. Parallel wurde eine etwa gleich große Schülergruppe in 15 Essener Schulen zum Vergleich beobachtet.

Das Ergebnis klingt erstaunlich: Am Ende des Schuljahres hatten die Schüler in der Dortmunder Versuchsgruppe ein um 31 Prozent geringeres Risiko übergewichtig zu sein als die in der Kontrollgruppe an den Essener Schulen. Nur durch das Wasser. Dabei ist die eigentliche Ursache unklar: Es kann sein, dass die Kinder weniger andere, vor allem weniger gesüßte Getränke zu sich nahmen. Es kann aber auch sein, dass sie einfach weniger aßen. Warum auch immer: Sie wurden seltener übergewichtig. Die reduzierte Gewichtszunahme war nicht bei allen Schülern gleich: „Vor allem Kinder an der Grenze zum Übergewicht haben statistisch signifikant profitiert“, sagt Rebecca Muckelbauer, eine der Autorinnen der Studie, die jetzt in der Zeitschrift „Paediatrics“ erschien. Gemessen wurde eine für Kinder modifizierte Version des Body Mass Index.

Schulen in sozial benachteiligten Regionen

Die Forscher betonen, dass Schulen ausgesucht wurden, die in jeweils sozial benachteiligten Regionen von Dortmund und Essen liegen - in Problembezirken, in denen Fettleibigkeit bei Kindern ein überdurchschnittlich großes Problem ist. „Und wir haben uns für die jungen Grundschüler im Alter von sieben bis neun Jahren entschieden, weil in dieser Altersgruppe Gewohnheiten ausgebildet und verfestigt werden“, sagt Muckelbauer.

Die Botschaft der Forscher ist eindeutig: Mehr Trinken reduziert das Gewicht. Und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das nur für Grundschulkinder gilt. Wahrscheinlich ist ein ausreichender Konsum von Wasser schon deshalb gut für die Figur, weil der Magen dann ein leichtes Völlegefühl signalisiert und der Hunger erst später kommt. Und weil man, wie etwa bei einer Zigarette, mit einem Wasserglas etwas in der Hand hat. Nicht nur bei Menschen, die abnehmen wollen gilt: Auf jeden Schreibtisch gehört eine Flasche Mineralwasser - und am Ende eine halben Tages sollte sie leer sein.



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