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Masterplan-Diskussion

Keine U-Bahn bis zum Eifelwall

Von Carl Dietmar, 02.04.09, 18:32h, aktualisiert 02.04.09, 20:56h

Im „hdak-Kubus“ auf dem Josef-Haubrich-Hof erörterten Stadtplaner, welche Masterplan-Ziele kurzfristig realisiert werden können. Die geplante Verlängerung des U-Bahntunnels von Barbarossaplatz bis Eifelwall ist angesichts des Archiv-Unglücks wohl gestorben.

Barbarossaplatz von oben
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Ein architektonischer und verkehrstechnischer Albtraum: der Barbarossaplatz. (Archivbild: Bernd Schöneck)
Barbarossaplatz von oben
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Ein architektonischer und verkehrstechnischer Albtraum: der Barbarossaplatz. (Archivbild: Bernd Schöneck)
Innenstadt - Da hatte man sich offensichtlich ein wenig viel vorgenommen für die „eine Stunde Baukultur“: „Der Masterplan - Umsetzung und Auswirkung auf die Gesamtstadt“ lautete am Mittwochabend das Thema innerhalb der Veranstaltungsreihe, die von „Leitbild Köln 2020“ und dem Haus der Architektur gemeinsam durchgeführt wird. Doch statt sich auf einige beispielhafte Punkte zu konzentrieren, fragte Moderator Erwin H. Zander im Stil eines Lehrers alle „Interventionsräume“ ab, die nach den Vorstellungen des Architekten Albert Speer in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden könnten. Bernd Streitberger, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen und Bauen, gab bereitwillig Auskunft zu kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen: Zum „Betriebskonzept Bahnsystem“ antwortete er: „Das läuft!“, zum Breslauer Platz: „Das ist in Planung“, zur Aufwertung des öffentlichen Raumes: „Da haben wir bestimmte Standards entwickelt.“

Ebertplatz wird verfüllt

Zur Umgestaltung des Ebertplatzes hieß es: „Die derzeitige Machbarkeitsstudie sieht eine Verfüllung des Platzinnern vor“ - in diesem Stil ging es mehr als eine Stunde lang (da war die Veranstaltung noch lange nicht zu Ende) um annähernd 50 „kurzfristige Maßnahmen“ in den verschiedenen „Interventionsräumen“ beiderseits des Rheins.

Die Umsetzung des Masterplans, der Ende April im Stadtentwicklungsausschuss und Anfang Mai im Rat beraten und beschlossen werden soll, wird von einer Lenkungsgruppe geleitet, der Streitbergers Dezernat, Experten des Gestaltungsbeirats, Vertreter des Vereins „Unternehmer für die Region“, das Büro Speer, Vertreter des Stadtentwicklungsausschusses und externe Experten angehören sollen.

Die Katastrophe am Waidmarkt kam auch zur Sprache: Für die Umgestaltung des Barbarossaplatzes war geplant, die Trasse der U-Bahn-Linie 18 bis zur Haltestelle Eifelplatz durchzuziehen - „ob das jetzt so durchgeführt werden kann, ist fraglich“, sagte Streitberger. Und Gunter Höhn, KVB-Bereichsleiter Nahverkehrsmanagement, stellte fest: „Im Moment kann man U-Bahn-Bau schlecht diskutieren.“ Höhn, der die Planungen des öffentlichen Nahverkehrs erläuterte, konnte verständlicherweise nicht sagen, wann die dritte Baustufe der Nord-Süd-Bahn realisiert werden wird.



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