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"Aktiv im Alter"

Gute Angebote, die viele nicht kennen

Von Petra Grebe, 02.04.09, 18:28h

Die Seniorenarbeit der Stadt leidet offenbar unter einem Vermittlungsproblem. Im Bürgerforum wurden auch die Ergebnisse einer Umfrage vorgestellt.

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Rund 100 Senioren kamen zum Bürgerforum in die Marienschule. (Bild: Grebe)
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Rund 100 Senioren kamen zum Bürgerforum in die Marienschule. (Bild: Grebe)
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Rebekka Oostendorp stellte die Ergebnisse der Umfrage vor. (Bild: Grebe)
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Euskirchen - „Wie wollen wir morgen leben?“ So lautete das Motto des Bürgerforums, das die Stadt Euskirchen am Mittwochnachmittag in der Aula der Marienschule veranstaltete. Es war Teil des Modellprogramms „Aktiv im Alter“, das vom Landesministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration auf die Beine gestellt worden ist. 61 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen hatten sich beworben, Euskirchen zählt zu den 27 ausgewählten Kommunen, die seit dem vergangenen Jahr an dem Programm teilnehmen.

Bürgermeister Dr. Uwe Friedl begrüßte rund 100 Besucherinnen und Besucher. Das Projekt, mit dem die Stadt ihre Seniorenarbeit auf eine breitere Basis stellen will, wird vom Land mit 10 000 Euro gefördert. Euskirchen sei heute schon eine weitgehend seniorengerechte Stadt, sagte Friedl. Der Anteil der Älteren werde weiter zunehmen. Heute sei jeder vierte Euskirchener Bürger älter als 60 Jahre. 2025 werde es jeder dritte sein.

Die Verwaltung hat eine Lenkungsgruppe eingesetzt, die Ziele formulieren, Bedarfe ermitteln und Projekte auf den Weg bringen soll. Erste Maßnahme war im März eine Umfrage. Zehn Prozent der über 60-jährigen Bürger in der Kernstadt und den Ortsteilen wurden zum Thema „Aktiv im Alter“ befragt. Rebekka Oostendorp, Diplomandin am Geographischen Institut der Universität Bonn, stellte am Mittwoch die Ergebnisse der Befragung vor. Ziel sei es gewesen, die Wünsche und Bedürfnisse älterer Menschen in Euskirchen zu ermitteln, Handlungsoptionen für die Stadt aufzuzeigen und Grundlagen für die weitere Gestaltung der Seniorenarbeit zu schaffen.

Mehr Informationsbedarf

Ein Resultat der Umfrage sei, dass es im Bereich Freizeitangebote und Wohnformen mehr Informationsbedarf gebe. Viele Bürger könnten sich beispielsweise vorstellen, Angebote zum „Betreuten Wohnen“ zu nutzen. Über Mehrgenerationenhäuser oder Wohngemeinschaften für Senioren waren aber anscheinend nur wenige im Bilde. Viele der Befragten wünschen sich auch eine bessere Versorgung in den Ortsteilen. Die Sicherheit im Wohnumfeld und in der Innenstadt wurde als wichtige Voraussetzung dafür genannt, auch im Alter aktiv bleiben zu können. Weitere Erkenntnisse: Die älteren Bürger nutzen gerne generationsübergreifende und altersunabhängige Angebote. Und das Interesse an ehrenamtlicher Arbeit ist bei vielen Menschen grundsätzlich vorhanden.

Die Senioren waren auch gefragt worden, ob sich die Kommunalpolitik ausreichend um ihre Interessen kümmert und ob sie sich durch den Arbeitskreis Seniorenarbeit vertreten fühlen. Dabei kam heraus, dass viele Bürger den Arbeitskreis gar nicht kennen. Die kommunale Seniorenarbeit müsse besser vermittelt werden, sagte Oostendorp.

Stephanie Burkhardt, Demographiebeauftragte der Stadt Euskirchen, rief die Anwesenden zur Mitarbeit auf und warb für die Beteiligung an unterschiedlichen Projektgruppen, die sich mit weitergehenden Themen beschäftigen werden. Dazu zählen „Freiwilliges Engagement“, „Weitergabe von Informationen“, „Wohnen im Alter“ und „Miteinander der Generationen“.

42 Frauen und Männer bekundeten schon am Mittwoch Interesse an einer Mitarbeit und trugen sich in entsprechende Listen ein. Burkhardt zeigte sich mit diesen ersten Ergebnissen sehr zufrieden.



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