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Leichtgewichte, wo man hinschaut

Von Andreas Damm, 30.03.09, 14:00h, aktualisiert 31.03.09, 12:39h

Nachdem mit Wolfgang Bosbach der Wunschkandidat für die Schramma-Nachfolge abgesagt hat, steht die Kölner CDU vor einem gewaltigen Problem. Die Personaldecke der Partei ist äußerst dünn. Anstoß, der tägliche Kommentar auf ksta.de.

Schramma seine PK
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Danke, das war's: Fritz Schramma am Ende der Pressekonferenz, als er verkündete, nicht mehr zu kandidieren, neben ihm Ehefrau Ulla. Für ihn ging Peter Kurth ins Rennen, neuer Oberbürgermeister wird der SPD-Mann Jürgen Roters. Und Schramma? Zieht sich ganz aus der Politik zurück. (Bild: Max Grönert)
Schramma seine PK
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Danke, das war's: Fritz Schramma am Ende der Pressekonferenz, als er verkündete, nicht mehr zu kandidieren, neben ihm Ehefrau Ulla. Für ihn ging Peter Kurth ins Rennen, neuer Oberbürgermeister wird der SPD-Mann Jürgen Roters. Und Schramma? Zieht sich ganz aus der Politik zurück. (Bild: Max Grönert)
Köln - Die CDU auf der Suche nach einem aussichtsreichen und fähigen Oberbürgermeisterkandidaten – die Partei steht vor einem gewaltigen Problem. Wer soll auf die Schnelle für Fritz Schramma einspringen, der wegen der heftigen Kritik nach dem Einsturz des Historischen Archivs nicht wieder antritt? Wunschkandidat Wolfgang Bosbach aus Bergisch Gladbach, Fraktionsvize der Union in Berlin, hat schnellstens abgesagt. Er will sein sicheres Bundestagsmandat nicht für eine unsichere Wahlchance in Köln aufs Spiel setzen.

Bosbach wäre so ein politisches Schwergewicht gewesen, wie es sich die Christdemokraten für die Aufgabe wünschen. Wie für ihn gilt auch für andere bekannte CDU-Politiker: Es wird alles andere als einfach sein, sich in der Wahl Ende August gegen den rot-grünen Kandidaten Jürgen Roters durchzusetzen. Für potenzielle Interessenten kommt die Ungewissheit hinzu, ob die Kölner CDU wirklich alle Affären hinter sich gelassen hat oder ob nicht weiteres Ungemach aus den Tiefen der Partei an die Oberfläche zu gelangen droht.

In Köln ist zur Zeit niemand in Sicht, der sich für den Job aufdrängen würde. Die drei Enkel der ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, dessen Name allein für einige Prozentpunkte gut sein dürfte, kommen wohl nicht in Frage: Für Konrad Adenauer stehen Familie und Notariat an erster Stelle, und auch seine Brüder Paul und Patrick werden in ihrem Unternehmen dringend gebraucht. Fraktionschef Winrich Granitzka hat als pensionierter Polizeidirektor keinerlei Ambitionen. Er zählt jedoch zu denen, die am Ende ihrer Partei zuliebe möglicherweise zusagen würden – falls sich sonst niemand findet in Köln, im Land und in Berlin. Was sich schon jetzt sagen lässt: Die Kölner CDU hat es versäumt, beizeiten politische Talente aufzubauen.



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