Erstellt 02.04.09, 17:06h, aktualisiert 02.04.09, 20:38h
Vermutlich am 19. März hatte er bei der älteren Dame geklingelt und sich als neuer Hausmeister vorgestellt. Mit der Begründung, die Telefondosen überprüfen zu müssen, verschaffte er sich Zutritt und hantierte zum Schein etwa eine halbe Stunde an den Anschlüssen herum. Für diese "Leistung" wollte der Betrüger schließlich 45 Euro von ihr haben. Die ältere Dame gab ihm einen 50 Euro-Schein - worauf der angebliche Hausmeister fünf Euro "Trinkgeld" eigenmächtig einbehielt. Vor dem Verlassen der Wohnung steckte er sich zudem noch die EC-Karte der Frau ein.
Am 30. März meldete er sich schließlich telefonisch bei der 82-Jährigen zurück. Er behauptete, dass die 82-Jährige noch einen Rechnungsbetrag in Höhe von 200 Euro zu begleichen habe; dieser sei alle vier Jahre fällig. Falls sie nicht zahle, so der Betrüger, müsse sie aus der Wohnung ausziehen. Nachdem sie nicht darauf reagierte, rief er am 1. April erneut an. Er forderte sie auf, den Betrag sofort bei ihrer Hausbank abzuheben - und drohte ihr, sie würde bei Nichtzahlung nicht mehr lebend in ihre Wohnung zurückkehren.
Einem Bankangestellten anvertraut
Mit dieser einschüchternden Drohung hat er sein Spiel offenbar überreizt: Während der Erpresser vor der Bank am Ebertplatz auf sie wartete, vertraute sich die Dame in der Schalterhalle einem Bankangestellten an, der daraufhin sofort die Polizei alarmierte. Der Täter hatte jedoch offenbar Verdacht geschöpft und war bereits geflohen, als die Beamten eintrafen.
Die Polizei ermittelt nun wegen Trickdiebstahls und versuchter Erpressung gegen den Unbekannten. Die Geschädigte und der Bankmitarbeiter beschreiben den südländisch aussehenden Typ als etwa 25 Jahre alt, ungefähr 1,75 Meter groß und von relativ gepflegter Erscheinung. Er hat glatte schwarze, seitlich kurz rasierte Haare. Beim Zusammentreffen vor der Bank trug er ein grünes Sweatshirt, eine schwarze Jogginghose und weiße Sportschuhe. Hinweise an die Polizei bitte unter 0221/229-0. (ots, ts, ksta)
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