Von Norbert Ramme, 06.04.09, 15:47h
„Man muss den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die regelmäßig hier trainieren, auch die Möglichkeiten bieten, ihre Kräfte und Künste im Ring zu zeigen. Damit keiner auf die Idee kommt, die asiatischen Kampftechniken auf der Straße auszuprobieren“, sagt Atamtürk. In den 70er und 80er Jahren vom Bruce-Lee-Fieber gepackt, hatte er sich den Kampfsportarten wie Muay Thai und Kickboxen verschrieben. Seit 13 Jahren ist er als Trainer tätig. Nachdem er einige Jahre lang regelmäßig Kurse im Jugendzentrum Chorweiler geleitet hatte, ist er auf die rechte Rheinseite gewechselt und hat mit der Chinese Boxing Akademie seine eigene, gewerbliche Sportschule eröffnet. „Wir haben rund 320 Mitglieder aus ganz vielen unterschiedlichen Nationalitäten.“ Und die kommen zwar weitgehend aus dem Umkreis von Stammheim und Mülheim, aber auch aus dem ganzen Stadtgebiet und sogar aus Bonn und Leverkusen. Und allen vermitteln Atamtürk und sein Team neben den Kampftechniken vor allem auch Werte wie Respekt und Disziplin.
„Genau darum geht es“, sagt Gökhan Kilic (17), der die elfte Klasse der Gesamtschule in Chorweiler besucht und zu den vier Kölner Hauptkämpfern der „Fight-Night“ zählte. „Seitdem ich zwölf Jahre alt bin, trainiere ich alles, Kick Boxen, Muay Thai, Boxen. Aber richtige Wettkämpfe darf ich von meiner Mutter aus erst seit einem Jahr mitmachen.“ Und da hat er bislang noch keinen von verloren. Diesmal trat er beim Kickboxen („Meine Beine sind stark“) an und gewann gegen einen vier Jahre älteren Gegner aus Offenbach durch k.o. in der zweiten Runde. Klare Berufsziele hat er derzeit noch nicht. „Erst mal Abi machen und dann mal gucken. Aber Profi im Ring ist überhaupt nicht mein Ding.“ Von einer Profikarriere im Kampfsport träumt allerdings sein Trainingspartner Mahmut Yesilat (30), der derzeit noch als „Halbprofi“ gilt. Bei der Fight-Night ist er seinem großen Ziel ein Stück näher gekommen. In der zweiten Runde schlug er seinen Gegner k.o. und durfte zur Belohnung den großen Pokal des Abends mit nach Hause nehmen. Oder zunächst einmal mit in die Ringdisco „Club Pera“. Denn dort feierten Sieger wie Verlierer mit ihren Freunden und Betreuern gemeinsam und friedlich bei der After-Show-Party.
Re: Profit-Karriere
22.06.2009 | 04.51 Uhr | peter w
Die Kampfsportschulen schießen nicht wie Pilze aus dem Boden und das es sich dabei nicht um sauberen Sport handeln soll, ist eine falsche Behauptung.…
Profit-Karriere
07.04.2009 | 08.17 Uhr | krrohbau
Nun schiessen die Kampfsportschulen in der letzten Zeit wie Pilze aus dem Boden. Dabei bleibt es nicht beim sauberen Sport. Besonders bei Personen…
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