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Kommentar zur Geburtenrate

Ärgerlicher Jubel

Von Katrin Diener, 07.04.09, 23:00h

Die Geburtenrate ist gesunken. Familienministerin Ursula von der Leyen fällt ihr voreiliges Auftrumpfen bei diesem Thema nun auf die Füße - und damit gerät eine Politik in Misskredit, die eigentlich richtig ist.

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Babys. (Bild: Sandra Kaufmann)
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Babys. (Bild: Sandra Kaufmann)
Ursula von der Leyen (CDU) hat zu früh gejubelt. Viel zu früh. Sie hat Erfolge verkündet, die gar keine waren. Angeblich steigende Geburtenzahlen führte die Familienministerin voreilig auf ihre politischen Initiativen zurück. Das Argument fällt ihr jetzt - da die Statistik für 2008 sogar einen Geburtenrückgang ausweist - voll auf die Füße. Das Elterngeld, werden von der Leyens Kritiker sagen, ist offenbar verpufft, die zusätzliche Elternzeit für die Katz und von der Leyens Politik als Blendwerk entlarvt.

Dass von der Leyen solchem Auftrumpfen Vorschub geleistet hat, ist ärgerlich. Auch die Ministerin weiß ja, dass Geld nicht den Ausschlag für den Kinderwunsch gibt. Trotzdem ist das Elterngeld nicht überflüssig. Ebenso wenig wie von der Leyens Politik. Was kann sinnvoller sein, als diejenigen zu unterstützen, die Eltern sind oder werden möchten? Größere finanzielle Spielräume sind gewiss eine Erleichterung, genau wie gute Betreuungsmöglichkeiten. Selbst wenn sich dadurch die Geburtenrate nicht steigern ließe, wären all diese Maßnahmen sinnvoll - für die Familien, die es schon gibt.



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